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Freiraum Elbtal Dresden im Winterschlaf – Verhandlungstermin wegen Räumungsklage verschoben

Freiraum Elbtal Dresden im Winterschlaf – Verhandlungstermin wegen Räumungsklage verschoben

Die 12.500 Quadratmeter Gelände des Freiraum Elbtal e.V. an der Leipziger Straße scheint sich im Winterschlaf zu befinden. Viele Werkstätten sind geschlossen, einige Bauwagen verrammelt.

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Auf dem Gelände des Freiraum Elbtal e.V.

Quelle: Franziska Schmieder

Doch der Eindruck täuscht, die rund 40 Aktiven des Vereins arbeiten weiter daran, auf dem Gelände bleiben zu dürfen. Ein erster Verhandlungstag über die [link:700-NR_DNN_73033-1] der Erbengemeinschaft, denen das Gelände gehört, wurde am Mittwoch verschoben.

„Ursprünglich war der 4. Februar als erster Verhandlungstag vorgesehen. Nun ist der nächste Termin der 29. April“, erklärt Sprecherin Jacqueline Muth. Bei einem Rundgang mit der Presse und Lokalpolitikern über das Gelände zeigte Muth gemeinsam mit einigen Nutzern am Donnerstag Werkstätten und Gemeinschaftsräume und erläuterte auch Visionen und Pläne, falls der Freiraum Elbtal e.V. längerfristig an der Elbe bleiben darf.

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Impressionen vom Gelände des Freiraum Elbtal e.V.

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Die große Halle mit 100 Quadratmetern zum Beispiel werde im Sommer als Badminton-Halle genutzt. Auch eine Podiumsdiskussion der Piratenpartei sowie eine Hochzeit mit 120 Gästen haben hier schon stattgefunden. Allerdings ist das Dach immer wieder undicht, wird stückweise provisorisch repariert. Die Mitglieder von Freiraum Elbtal würden sich nach Aussage von Muth sofort dranmachen, dass Dach ordentlich abzudichten, wenn der Verein bleiben darf. „Man sieht gut, was möglich wäre, wenn wir mehr Sicherheit hätten“, erklärt die Sprecherin.

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Tom Herold in seiner Werkstatt.

Quelle: Franziska Schmieder

Tom Herold hat auf dem Gelände seine Werkstatt. Er ist Keramiker, malt und gestaltet Plastiken. Die Auftragslage sei mäßig, sagt er. „Doch wenn man auf gepackten Koffern sitzt, fängt man auch nicht so viel an“, sagt Herford. Wie Muth formuliert, ist dies das Problem des Vereins. „Fehlende Planungssicherheit bedeutet auch den zunehmenden Verfall.“

Im Sommer vergangenen Jahres reichte die Erbengemeinschaft eine Räumungsklage gegen den Freiraum Elbtal e.V. ein. Die Verhandlung beginnt nun im April. Strittig ist weiterhin, ob die 12.500 Quadratmeter überhaupt Bauland sind oder ob wegen Überschwemmungsgefahr kein Wohnungsneubau genehmigt wird. Dann wiederum wäre fraglich, ob die Erbengemeinschaft ihre Grundstücke an den interessierten Investor verkauft bekommt. Und dann wiederum bestünde für den Freiraum Elbtal e.V. die realistische Chance, auf dem Gelände bleiben zu können. Auch deshalb will man nicht frühzeitig das Gebiet räumen. „Wenn hier doch nicht gebaut wird, wäre es eine Schande, wenn das Gelände leer steht“, fügt Fotograf Lothar Lange an, der sich ebenfalls für den Freiraum Elbtal engagiert.

„Fachlich ist noch alles offen“, schätzt Kris Kaufmann, Stadträtin der Linken, die Lage ein. Die Stadt müsse sich klar positionieren, ob und wie es Neubebauungen im Flutgebiet geben soll. Im Stadtrat stehe jedoch die Mehrheit eher hinter möglichen Investoren. „Ihr müsst Druck machen, zum Beispiel durch mediale Aktionen“, rät sie den Vereinsmitgliedern.

Franziska Schmieder

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