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Freigabe der Flugsicherung und fahrender Taucher: die erste Ausstellung im Königspavillon in Dresden bedient das Ungewöhnliche

Freigabe der Flugsicherung und fahrender Taucher: die erste Ausstellung im Königspavillon in Dresden bedient das Ungewöhnliche

Der Flugverkehr über Dresden ist bekanntlich nicht sonderlich üppig. Aber immerhin doch dicht genug, um nicht einfach vom Boden aus unkontrolliert Lichtbündel gen Himmel zu schicken.

Vor so ein Ansinnen hat der liebe Gott, also der Verwaltungsweg, die formelle Anfrage gesetzt. Die in diesem Fall, was wirklich zu begrüßen ist, positiv beantwortet wurde. Die Flugsicherheit ist gewährleistet, und die Kunst kommt ebenfalls zum Zug.

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Die Ausstellung im Königspavillon am Dresdner Hauptbahnhof eröffnet am Sonnabend um 19 Uhr und ist bis 26. Mai jeweils freitags von 16 bis 19 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 14 bis 19 Uhr zu sehen.

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Denn um Kunst geht es bei der ganzen Geschichte. Hintergrund ist die Eröffnung der Ausstellung „Was wir wollen" im Königspavillon des Hauptbahnhofs am Sonnabendabend. Dabei wird auch erstmals ein Strahler angeschaltet, die „Unendliche Säule" von Michael Sailstorfer. Sie ist, wenig überraschend, natürlich nicht unendlich, aber immerhin rund fünf Kilometer hoch soll der Lichtfinger dann doch in den Dresdner Nachthimmel stechen. Dafür habe die Flugsicherung grünes Licht gegeben, sagte Projektinitiatorin Konstanze Schütze. Zumindest für den Eröffnungsabend, wo das Licht bis 22 Uhr angeschaltet werden darf. Ansonsten immer freitags zwischen 20 und 21 Uhr.

Und noch etwas anderes steht zweifellos im Fokus des Beginns der sechswöchigen Ausstellung: ein Tauchgang und sein öffentliches „Nachspiel". Denn im Vorfeld der Vernissage steigt ein Taucher am Johannstädter Fährgarten in die Elbe, holt vom Flussgrund herauf, was ihm in die nassen Hände fällt – und wird im Nachgang das gefundene Tauchgut per öffentlichen Verkehrsmitteln im Königspavillon abliefern. Der Clou: Der Taucher fährt Bus und Bahn in voller Montur, einschließlich Atemgerät. Nur eins trägt er nicht, weil er es auch schon in der Elbe nicht überstreift: Flossen.

Das Tauchen sowie die Lieferung des Gefundenen (das dann wiederum auf einem Podest im Pavillon seinen Platz finden wird) sind dabei in einem Skript vorempfunden. Dieser soziologisch-urbane Ansatz stammt vom Künstlerduo Simona Denicolai (Italien) und Ivo Provoost (Belgien), die ihr Projekt „Ausburgern, Baby!" genannt haben, das übrigens 2010 schon einmal in Den Haag zu sehen war.

Torsten Klaus

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