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Frauen-Power bei "Hexen"-Inszenierung am Theater Junge Generation Dresden

Frauen-Power bei "Hexen"-Inszenierung am Theater Junge Generation Dresden

Es ist schon eine reichlich verhexte Geschichte, die sich derzeit auf der Großen Bühne vom Theater Junge Generation Dresden mit viel Energie und Zauber ausbreitet, und für den morgigen Sonnabend ist die Premiere angekündigt.

Als eine Aufführung, bei der durchweg Frauen-Power den Ton angibt, denn ausschließlich Schauspielerinnen und Puppenspielerinnen übernehmen in dieser Inszenierung Rollen, und selbst der Rabe Abraxas folgt dem Spiel einer Frau. Aber Hexen sind ja nun mal überwiegend weibliche Gestalten, und mit ihren verborgenen Kräften können sie sowohl Gutes wie auch Ungeheuerliches vollbringen.

In der Geschichte von Otfried Preußler, die am TJG in der Fassung von Ania Michaelis auf die Bühne kommt, geht es um ein ganz besonderes Exemplar dieser Spezies: "Die kleine Hexe". Welche schon längst als Buch wie auch mit diversen Film-, TV- oder Bühnenadaptionen zu einem "Klassiker" geworden ist. Doch besagte kleine Hexe ist - aus der Nähe besehen - nun mal nicht wirklich klein. Sie gilt nach Menschenermessen schon als reichlich ausgewachsen. Nur eben für eine Hexe zählt sie mit ihren 127 Jahren noch zu den ganz Unerfahrenen, und deshalb darf sie auch nicht mit den anderen zur Walpurgisnacht auf dem Blocksberg herumtollen. Was sie einfach unmöglich findet. Die kleine Hexe will wie alle ausgelassen tanzen, und sie tut es auch trotz Verbot. Und beschwört mit ihrem Ungehorsam, aber auch, weil sie immer nur Gutes gehext, anderen geholfen hat und deshalb keine böse Hexe sein kann, letztlich ein mächtig gewaltiges Besengewitter herauf. Und weiß es, da sie eben auch eine kluge Hexe ist, auf ihre Weise geschickt abzulenken.

Wer da glaubt, er kenne die Geschichte ja eh schon ganz genau, wird bei diesem Geschehen mancherlei Überraschendes entdecken können. Zumal die Bühne so ihre eigenen Gesetze und auch Möglichkeiten des Zauberns, Verzauberns hat, und ebenso bringt der Sprachwitz von Otfried Preußler in der Theaterfassung schönste Blüten hervor. Ania Michaelis, die auch für die Regie verantwortlich zeichnet, sowie der Gastchoreograf Alexey Krivega aus Saratow haben sich für "Die kleine Hexe" allerhand einfallen lassen. Und nicht minder fantasievoll sorgt auch Grit Dora von Zeschau für die Ausstattung, zum Beispiel mit eigenwilligen Kostümen als Basis für viele Verwandlungen.

Und überhaupt - offenbar haben sich alle am TJG schon bestens eingehext, was auch beim Familiensonntag (13. Oktober, von 10 bis 13 Uhr) mit "Hexe, Wassermann und Gespenst" zu spüren sein wird. Da gibt es ab 11 Uhr "Die kleine Hexe" auf der Großen Bühne und zudem noch einen verrückten Otfried-Preußler-Mix für die ganze Familie. Dazu gehört das Keksdosenkino als Bilderbastelei mit den liebevollen Gestaltungen von Winni Gebhardt-Gayer aus den Büchern von Preußler. Und es soll ebenso in einem "Mühlenteich" gemeinsam mit dem kleinen Wassermann nach Schätzen geangelt werden.

Wer da noch fehlt? Keine Frage, auch der Räuber Hotzenplotz kommt mit ins Spiel und klaut in Großmutters Küche einfach mal so die Kaffeemühle. Weshalb ein jeder recht geschwind beim Mahlen sein muss. Und für alle Fälle sollten die Besucher auch schon mal das Hexeneinmaleins üben. Man weiß ja nie, wofür es nötig sein wird, aber sicher ist sicher. Ein Club kleiner Hexen hat sich ebenso schon zusammengefunden, und diese lernen mit allem Drum und Dran, was eine Hexe mit oder ohne Rabe wahrhaft auszeichnet. Gutes tun gehört offenbar deutlich dazu.

"Die kleine Hexe": Premiere Sonnabend 16 Uhr (nächste Termine: 13.10. 11 Uhr, 14.10. 19.30 Uhr, 29. & 30.10. 10 Uhr, 1.11. 10 Uhr, 2.11. 16 Uhr

www.tjg-dresden.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.10.2013

Gabriele Gorgas

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