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Fotografin Herlinde Koelbl über ihre Arbeit und die Ausstellung im Hygiene-Museum Dresden

Fotografin Herlinde Koelbl über ihre Arbeit und die Ausstellung im Hygiene-Museum Dresden

Herlinde Koelbl gehört zu den berühmtesten Fotokünstlern in Deutschland. Sie hat Menschen in „Uniform“ und privat porträtiert. Das Ergebnis ist unter dem Titel der Keller-Novelle im Hygiene-Museum Dresden zu sehen.

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Fotografin Herlinde Koelbl zeigt im Hygiene-Museum Dresden eine Ausstellung mit Porträts von 70 Menschen in Berufs- und Freizeitkleidung.

Quelle: David Brandt

Die Fotografin Herlinde Koelbl fing mit ihrer Kamera die Spuren der Macht in den Gesichtern bekannter Politiker und die Atmosphäre in deutschen Wohnzimmern ein. In ihrem jüngsten Projekt „Kleider machen Leute“, das sie im Deutschen Hygiene-Museum Dresden zeigt, widmete sie sich dem Thema Uniform. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa erzählt sie, was sie inspiriert, wie sie ihre Themen findet und von einer unerfüllbaren Idee. Das Gespräch führte Simona Block.

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Für ihr Foto-Projekt porträtierte Herlinde Koelbl 70 Personen in Berufs- und Freizeitbekleidung, um herauszufinden, was verschiedene "Uniformen" aus den Menschen machen.

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Frage: Frau Koelbl, wie finden Sie Ihre Themen?

Herlinde Koelbl: Ich habe noch nie einen Moment überlegt, was man machen könnte. Die Themen, die mich interessieren und mir wichtig sind, finden mich.

Sehen Sie sich in Ihrer Arbeit als Journalistin, als Zeitzeugin der Wirklichkeit oder als Künstlerin?

Ich sehe mich als Künstlerin. Als Künstlerin hat man eine ganze Menge Möglichkeiten. Sie können nur abbilden, Sie können die Wirklichkeit verändern, Sie können verschiedene Stilmittel einsetzen. Je nachdem, an was für einem Thema ich arbeite, verwende ich diese unterschiedlichen Dinge. Zuerst ist die Überlegung, wie kann ich ein Thema sichtbar machen. Basis meiner Arbeit ist ein geistiges und formales Konzept, wie man ein bestimmtes Thema sichtbar machen kann.

Aber ist das nicht eine Form des Berichts, der Zeitzeugenschaft?

Als Journalist arbeiten sie immer für den Moment, für das, was gerade aktuell und notwendig ist. Bei mir geht es immer um eine große Spanne, einen großen Bogen und großen Zeitraum, nie um den Moment. Das interessiert mich nicht wirklich, sondern, dass eine essenzielle Aussage entsteht. Gute Bilder müssen etwas von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft haben, und auch formal gut sein. Auf ganz verschiedenen Ebenen müssen sie alles bündeln. Und das ist nie journalistisch. Es ist aber auch mehr als pure Fotografie. Ich verstehe mich als Künstlerin mit einer ganz großen Bandbreite. Das braucht einen ganz anderen Ansatz und ist eine Entwicklung über Jahre.

Haben Sie eine Idee, die Sie noch gern mit der Kamera realisieren würden, wo Sie noch einen Blick reinwerfen würden, oder auch zwei?

Es gab ein Projekt, aber da bin ich zu spät. Es hätte mich unheimlich interessiert, nicht nur mit der Kamera: Fidel Castro. Das ist eine Figur, die außergewöhnlich ist. Ich möchte sie jetzt nicht politisch beurteilen. Er ist ein Mensch mit einer besonderen Geschichte. Den hätte ich gern fotografiert, aber nicht nur. Mit dem hätte ich gerne lange Gespräche geführt. Leider ist er inzwischen sehr krank.

Simona Block, dpa

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