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Folkloretanzensemble „Thea Maass“ der TU Dresden tanzt seinem 65. Geburtstag entgegen

Folklorerente gibt es nicht Folkloretanzensemble „Thea Maass“ der TU Dresden tanzt seinem 65. Geburtstag entgegen

Tanzfolklore ist unsterblich. Gespeist aus den Traditionen der Naturvölker, über künstlich entstandene Ländergrenzen hinweg lebendig geblieben, durch Austausch bereichert, zeigt sie noch heute, wie sich die Volkskunst Tanz fortwährend entwickelt hat.

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Quelle: Archiv

Dresden. Tanzfolklore ist unsterblich. Gespeist aus den Traditionen der Naturvölker, über künstlich entstandene Ländergrenzen hinweg lebendig geblieben, durch Austausch bereichert, zeigt sie noch heute, wie sich die Volkskunst Tanz fortwährend entwickelt hat. Die besonderen Schritte jedoch, die müssen überliefert und erhalten bleiben. Das ist nur selten ein Selbstlauf im wahrhaftigsten Sinne des Wortes, sondern zumeist ernsthafte Arbeit und hartes Training. Deren Ergebnis dann nicht allein die Ausführenden begeistert. Es sind immer wieder grandiose Publikumseffekte damit zu erreichen. So auch beim Folkloretanzensemble „Thea Maass“ der Technischen Universität Dresden. Es wurde 1950 gegründet und tanzt sich derzeit seinem 65. Geburtstag entgegen.
Mit einem großem Ball nebst Festakt soll heute das Jubiläum zünftig begangen werden. Denn das derzeit aus etwa drei Dutzend Tänzern bestehende Ensemble blickt auf eine durchaus wechselvolle und durchweg erfolgreiche Geschichte zurück. Entstanden als eine der frühesten Amateurtanzgruppen, widmete es sich schon bald den besonderen Sitten und Bräuchen der verschiedensten deutschen Regionen, erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen, wurde wiederholt zu Gastspielen quer durch Europa eingeladen und war inzwischen sogar in Übersee zu Gast.
Auszeichnungen für künstlerisches Volksschaffen säumten zu DDR-Zeiten den Weg der von Tanz und Brauchtumspflege begeisterten Ensemblemitglieder. Auf mehreren Folklorefestivals – zunächst in den „befreundeten“ Staaten Osteuropas, nunmehr längst auch in europäischen Ländern aller vier Himmelsrichtungen – wurde das Können der personell wechselnden Gruppe gerühmt. Seit 1990 trägt es den Namen Folkloretanzensemble „Thea Maass“ der TU und würdigt damit eine dem Tanz in herausragender Weise verbundene Frau. Thea Maass war eine frühe Schülerin von Mary Wigman und fühlte sich auch in ihrem späteren Wirken als Tänzerin, Choreografin und Pädagogin dieser Tanzlegende verpflichtet.
Beizeiten widmete sich die Gründerin des späteren Tanzensembles der DDR, dessen Vorläufer im Staatlichen Volkskunstensemble sie gemeinsam mit der aus der Schweiz nach Ost-Berlin gezogenen Choreografin Aenne Goldschmidt betreute, dem deutschen Volkstanz in seiner regional sehr unterschiedlichen Ausprägung. Noch heute sind Choreografien beider Künstlerinnen im breiten Repertoire des Ensembles. Der heutigen Künstlerischen Leiterin Maud Butter sowie ihren tanz- und folklorebesessenen Mitstreitern ist es ein Anliegen, den Namen von Thea Maass hochzuhalten und in der gemeinsamen Tätigkeit auch das Lebenswerk dieser besonderen Frau fortzuführen.
Die Besetzung des Folkloretanzensembles vereint Studierende und Absolventen nicht nur der TU, sondern auch anderer Hochschulen – auch Anfänger sind hier willkommen, die beim gemeinsamen Volkstanz auf den Geschmack kommen können, um das tänzerische Erbe der Völker mit viel Spaß und Freude am Leben zu halten. Denn eine Folklorerente wird es natürlich auch nach dem 65. Gründungsjubiläum nicht geben. Dass mit diesem starken Engagement ganz selbstverständlich ein ebenso bereichernder wie unverzichtbarer Austausch der Kulturen verbunden ist, kann gerade in der gegenwärtigen Situation – nicht nur in Dresden – gar nicht laut genug betont werden.  

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