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Flüchtlingskrise auch Thema bei Dokfilm-Festival

Leipzig Flüchtlingskrise auch Thema bei Dokfilm-Festival

Das diesjährige Dokumentar- und Animationsfilm-Festival in Leipzig wird sich mit der aktuellen Flüchtlingskrise beschäftigen. Fast ein Dutzend Filme werden bei dem Festival die Themen Flucht und Asyl aufgreifen.

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Quelle: PR

Leipzig. Das diesjährige Dokumentar- und Animationsfilm-Festival in Leipzig wird sich mit der aktuellen Flüchtlingskrise beschäftigen. Fast ein Dutzend Filme werden bei dem Festival die Themen Flucht und Asyl aufgreifen, wie Programmchefin Grit Lemke gestern in Leipzig sagte. Das Festival startet am 26. Oktober und läuft bis 1. November. Gezeigt werden insgesamt 316 Filme aus 62 Ländern.

Ins Rennen um die „Goldenen Tauben“, den Preisen des Filmfestivals, gehen 162 Filme aus 50 Ländern. Der Wettbewerb läuft in sechs Kategorien. Eröffnet wird das DOK Leipzig mit dem Film „Alles andere zeigt die Zeit“ von Andreas Voigt und dem Animationsfilm „A Documentary Film“ von Marcin Podolec. Voigts Werk ist der sechste Teil seines Leipzig-Zyklus und feiert zur Festivaleröffnung seine Weltpremiere. Der Film verfolgt die Wege von drei Leipzigerinnen und Leipzigern nach der friedlichen Revolution bis heute. Die Reihe begann 1986 und reicht bis in die Gegenwart. Insgesamt soll es beim Dokfilm-Festival in diesem Jahr 66 Weltpremieren geben. Zu den Filmen kommen noch 79 Veranstaltungen für Fachbesucher hinzu. Höhepunkt wird am 31. Oktober die Verleihung von sieben goldenen e sein. Im vergangenen Jahr zählte das Festival mehr als 42 000 Besucher, 500 mehr als im Vorjahr.
Die Eröffnung des renommierten Filmfestivals könnte in diesem Jahr überschattet werden von einer zeitgleich stattfindenden, fremdenfeindlichen Legida-Demonstration. Erstmals soll der Eröffnungsfilm von Voigt nämlich am Abend des 26. Oktobers kostenfrei in der Osthalle des Leipziger Hauptbahnhofs gezeigt werden. Allerdings dürfte der Bahnhof zu diesem Zeitpunkt weitestgehend von Polizisten abgesperrt sein, weil zahlreiche Legida-Teilnehmer sowie Gegendemonstranten erwartet werden.
„Es nervt mich, dass Legida zur Zeit der Festivaleröffnung demonstrieren wird, wenn hunderte von unseren internationalen Gästen eintreffen“, sagte die neue Festivaldirektorin Leena Pasanen. Nicht nur, weil es schwieriger werde, zur Eröffnungsfeier oder zur kostenlosen Filmvorführung am Hauptbahnhof zu kommen. „Sondern weil Legida nicht die Stimmung in Leipzig repräsentiert. Egal wie laut sie schreien – DOK Leipzig bringt Vielfalt und Toleranz in die Stadt“, betonte Pasanen.
Eine Neuerung unter der aus Finnland stammenden Festivaldirektorin wird die Zusammenlegung der bisher getrennten Sparten Dokumentar- und Animationsfilme sein. Damit sind erstmals Animationsfilme zu den Wettbewerben zugelassen, an denen auch Dokumentarfilme starten. Möglich wird dies durch die Digitalisierung der Kinos, so dass sich Animationsfilme nicht mehr wie bisher nur auf eine Spielstätte konzentrieren müssen, betonte Programmchefin Lemke.
Neben den Wettbewerbsfilmen werden 154 weitere Werke in Sonderprogrammen gezeigt. Außerdem wird im historischen Wartesaal des Hauptbahnhofes das frühere Zeitkino wiederbelebt, das es von 1955 bis 1992 schon einmal gab und das sich damals räumlich unter den Gleisen im Osten des Bahnhofs befand. Dort werden Defa-Kinderfilme aus DDR-Zeiten sowie Dokumentarfilme über Leipzig aufgeführt, die ebenfalls in der DDR entstanden waren.
www.dok-leipzig.de

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