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Fleckige Wände im sanierten Ostflügel der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden

Gemäldegalerie Alte Meister Fleckige Wände im sanierten Ostflügel der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden

Der seit Frühjahr 2013 umgebaute Ostflügel der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister öffnet nächste Woche wieder seine Pforten. Ein Grund zum Feiern. Gäbe es da nicht Flecken an mehreren Wänden der neuen Ausstellungsräume.

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Die Alten Meister in ihrer Interimshängung.
 

Quelle: Dietrich Flechtner, Archiv

Dresden.  Eigentlich ist ein schönes Wort. Eigentlich steht ein kleiner Feiertag bevor, zumindest für Dresdner Museumsgänger. In einer Woche wird die Gemäldegalerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) wiedereröffnet, zumindest der sanierte Ostflügel. Etwa 400 Bilder mussten dafür innerhalb des Semperbaus am Zwinger umziehen. Wie erwähnt, eigentlich ein Grund zum Feiern. Doch bevor sich das Publikum der Kunst zuwendet, soll etwas Profaneres Thema sein, das dennoch nicht unwichtig ist. Es geht um die Wände, an denen die Kunstwerke zu sehen sind. Genauer gesagt: um die Wandbespannungen. Sie sind, was sie nicht sein sollen: fleckig.

„Bei aufmerksamer Betrachtung der Wandbespannungen erkennt man in den drei Hauptsälen im ersten Obergeschoss an einigen Stellen rötliche Verfärbungen...“, heißt es in der Antwort des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), das für die Sanierung der Räumlichkeiten verantwortlich zeichnet, auf eine entsprechende DNN-Anfrage. Durch das neutrale Grau, das sich die SKD als Grundfarbe an den Wänden ausbedungen haben, treten diese Stellen „optisch in Erscheinung“, wie es das SIB weiter formulierte. Für den Raum oder gar die Kunstwerke, die dort ab nächsten Freitag wieder zu sehen sein werden, bestehe aber keine Gefahr. Das gilt ebenso für die Besucher. „Die Bespannungen wurden im Hinblick auf Schadstofffreiheit getestet“, teilt das SIB mit.

Wo genau die Ursachen für die Flecken liegen, wird laut SIB geklärt. Zu weiteren Details wollte sich die Einrichtung aber nicht äußern. Nach DNN-Informationen liegen bereits Gutachten vor, die jedoch naturgemäß von allen Beteiligten – Hersteller, Handwerker, Auftraggeber – unterschiedlich bewertet werden. Die Klärung der Schuldfrage, mit Konsequenzen, die sicher auch finanzieller Art sind, dürfte vor diesem Hintergrund noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Ursachenforschung ist das eine, der Umgang mit der aktuellen Situation das andere. Logischerweise steht nun die Wiedereröffnung des Flügels an, trotz der Flecken. Das bedeutet aber nicht, dass daraus ein Dauerzustand wird. „Auch wenn die Gemälde für die Interimsgalerie ... gehängt werden konnten, besteht ein Konsens, dass die Wandbespannung zur finalen Wiedereröffnung der Gemäldegalerie Alte Meister erneuert werden muss“, heißt es recht unmissverständlich in einer Mailantwort des Galeriedirektors Andreas Henning auf eine DNN-Anfrage. Dieses Vorhaben bestätigt wiederum auch das SIB. Das heißt: Nun folgt die Sanierung des Westflügels, 2018 wird das gesamte Museum laut Plan dann wieder zugänglich sein. Und bis dahin soll auch den fleckigen Wänden endgültig zu Leibe gerückt werden.

Der Ostflügel der Alten Meister war seit Ende März 2013 für den Umbau geschlossen. Trotzdem verzeichneten die Alten Meister im weiter geöffneten Westflügel, sozusagen in der halben Ausstellung, allein 2014 mehr als 428 000 Besucher und damit immer noch mehr als jedes andere Museum, das unter dem Verbund der SKD zu Hause ist.

Von Torsten Klaus

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