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Festspielhaus Hellerau präsentiert Stars der Tanzszene in Dresden – Musikangebot wird ausgedünnt

Festspielhaus Hellerau präsentiert Stars der Tanzszene in Dresden – Musikangebot wird ausgedünnt

Dresden. Das Europäische Zentrum der Künste im Dresdner Festspielhaus Hellerau präsentiert 2013 zahlreiche Stars der Tanzszene, speckt aber sein Musikangebot ab.

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Der neue Leiter des im Hellerauer Festspielhaus beheimateten Europäische Zentrums der Künste, Dieter Jaenicke. (

Quelle: Hirschberger)

Das Tonlagen-Festival im Oktober werde künftig nur noch alle zwei Jahre stattfinden, gab Leiter Dieter Jaenicke am Donnerstag bekannt. Hellerau könne sich mit dem vorhandenen Budget nicht mehr jährlich ein ambitioniertes Festival leisten und zugleich seine anderen Verpflichtungen erfüllen. Das Musikfestival im Herbst hatte sich schon vor dem Fall der Mauer unter dem Titel „Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik“ in Ost und West einen Namen gemacht. Im Unterschied zu seinem Vorgänger Udo Zimmermann setzt Jaenicke mehr auf Tanz als tragende Säule.

Jaenicke verteidigte die Änderung. Die Aufgaben des Zentrums seien heute andere als früher. „Ich sollte einen Jahresbetrieb installieren, mit klarem Fokus auf Performing Arts.“ Die Entscheidung für eine biennale Ausrichtung sei keine Entscheidung gegen das Tonlagen-Fest, sondern eine dafür. „Ich sehe das positiv.“ Biennale Festivalstrukturen seien gut. Zudem bleibe die Musik das ganze Jahr über in Hellerau präsent. Jaenicke verwies auf den hohen Zuspruch des Publikums. 2012 wurde mit 41 400 Gästen ein Rekordwert erreicht. Laut Jaenicke liegt die Auslastung bei 85 Prozent. Zugleich freue er sich über wachsende internationale Reputation. Hellerau werde in ganz Europa als Partner für die zeitgenössischen Künste wahrgenommen.

In der Sparte Tanz schöpft Hellerau aus dem Vollen. Hier geben sich 2013 Stars die Szene die Klinke in die Hand. Eröffnet wird der prominente Reigen an diesem Freitag mit dem belgischen Choreographen und Tänzer Wim Vandekeybus. Die Kanadierin Louise Lecavalier folgt im Februar. Mit Ohad Naharin und der Batsheva Dance Company steht im Mai ein Glanzlicht bevor. Die Tanzplattform Sachsen (Mai), eine Uraufführung der Forsythe Company (Mai), das Modul-Dance-Festival (September) und weitere Performances runden die Sparte ab. Musik gibt es freilich auch: Die amerikanische Underground-Band The Residents kommt Ende April. Dresdens Sinfoniker haben im Oktober Musik aus der Türkei und Zentralasien im Angebot.

Dabei soll das Kunstvolk auch auf Dresdens Straßen und Plätzen auf seine Kosten kommen. Das Festival „Fast Forward - Streetart@Hellerau“ soll Dresden vom 20. Juni bis 6. Juli in einen Schmelztiegel für urbane Kultur und zeitgenössische Kunst verwandeln - mit Breakdance, HipHop, Rap, Graffiti, Tanz und Bildender Kunst. Sorgen bereiten Jaenicke geplante Kürzungen im Kulturhaushalt der Stadt Dresden, deren Ausmaß noch nicht bekannt ist. „Es wird ein schwieriges Jahr, was die Finanzierung anbelangt.“ Die städtischen Zuschüsse für das Festspielhaus liegen bei 3,3 Millionen Euro, hinzu kommen rund 800 000 Euro Eigeneinnahmen.

dpa

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