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Extreme am Dresdner Elbufer: Auftakt zur Kaisermania 2015

Extreme am Dresdner Elbufer: Auftakt zur Kaisermania 2015

Und hat beim ersten von vier Kaisermania-Konzerten am Elbufer wieder einmal bewiesen, dass es keine opulente Bühnenshow oder einen fliegenden Roland über den Elbwiesen braucht, um seine Fans begeistern zu können.

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Quelle: Oliver Carstens

Der Kaiser ist da. Denen reicht ein Mann. Der mit der unverwechselbaren Stimme, der Ladykiller und Schwiegermamaliebling zugleich ist: Roland Kaiser.

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Die Kaisermania 2015 in Dresden

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Im dunkelblauen Anzug kommt er auf die Bühne und zu Beginn scheint es so, als habe sich Kaiser in Sachen Auftritt etwas von seiner jüngeren Kollegin Helene Fischer abgeschaut. Punkt 20.07 Uhr, als die ersten Töne zu „Ich glaub, es geht schon wieder los“ erklingen, schießt er aus dem Bühnenboden hervor. Das Kreischen rund um die wenige Meter nach vorn herausragende Bühne übertönt beinahe die ersten Zeilen, doch das Kreischen weicht schon bald dem Mitsingen, als Kaisers Fans das erste Lied des Abends aus vollem Halse mitsingen.

Extrem laut wird es erneut, als Duett-Partnerin Maite Kelly die Bühne betritt. Ganz in weiß stimmt sie „Sag bloß nicht hello“ an und es scheint, als wären alle auf dem Gelände sehr froh darüber, dass Maite Kelly und Roland Kaiser nicht nur Hallo sondern auch ja gesagt haben, die gefährliche Liaison, um die es in ihrem Duett geht, melodisch umzusetzen. Zu „Warum hast Du nicht nein gesagt“, später am Abend, kehrt Kelly noch einmal zurück auf die Bühne.

Die Stimmung an den Elbwiesen hat schnell ihren Siedepunkt erreicht. Kaiser legt Hit um Hit nach, während sich die Tausenden, die zum Auftaktkonzert gekommen sind, ganz der Musik hingeben. Extrem unterschiedlich sind sie. Jung und alt. Männer und Frauen. Paare und Singles. Während einige zu den Hits kuscheln und kaum die Finger voneinander lassen können, entstehen abseits der Bühne viele kleine Feiern, auf denen Roland Kaiser nur die Hintergrundmusik bildet. Da werden Selfies gemacht oder Freunde gefilmt, wie sie lautstark einige Lieder mitgrölen. Auch das ist Kaisermania. Es kommt an diesem Abend eben nicht unbedingt darauf an, ob man den Kaiser und seine Musik mag. Es geht darum, eine gute Zeit zu verbringen. Dabei vielleicht auch mal den ein oder anderen Song zu kennen, ist Bonus.

Doch es gibt auch die anderen. Viele singen jede Textzeile von Anfang bis Ende mit, können sich sogar an Evergreens wie „Zwei endlose Stunden“ erinnern, in denen der Kaiser von einer Liebschaft im Flugzeug singt. Was heute der „high mile club“ ist, waren damals sündige Gedanken, noch dazu, weil er am Ende des Liedes bekennt, nicht mal ihren Namen gekannt zu haben. Spätestens als Kaiser die „Affäre“ besingt, seine musikalische Liebeserklärung an die Stadt Dresden, liegen sie ihm alle zu Füßen.

Und dann sind da diejenigen, die nur die lauten Hits des Kaisers kennen. „Santa Maria“, „Dich zu lieben“, Extreme“ oder „Joana“. Bei letzterem übersingt Kaiser einfach die Phasen, in denen der Bühne aus dem Publikum die lautstarken „Du Luder“-Rufe entgegen hallen. Auch wenn er mal gesagt hat, er habe damit kein Problem: so richtig leiden kann er das nicht. Und bevor zu sehr Mallorca-Stimmung aufkommen mag, geht der Kaiser erstmal ab.

Seine Zugaben beginnt er zunächst ruhig, singt Klassiker wie „Frei, das heißt allein“ ausschließlich zu Gitarrenbegleitung und beweist, dass da jemand auf der Bühne steht, der noch nie so gut war wie heute. Selbst an Legenden wie Udo Jürgens oder Frank Sinatra wagt sich Kaiser inzwischen heran, singt „Ich war noch niemals in New York“, um direkt dort zu bleiben und mit Sinatras „New York“ zu enden. Von wegen, der Mann kann nur Schlager.

Zum Ende gibt er noch einmal Gas. Mit „Sag ihm, dass ich dich liebe“, zuvor sanft zur Gitarre und mit leisem Backgroundchor angesungen, steigt die Temperatur noch einmal an. Extrem gute Laune ist überall zu spüren, die Hände fliegen in die Lüfte, Frauen springen im Takt auf und ab. Und sind mächtig traurig, als es nach dem finalen „Bis zum nächsten Mal“ wirklich schon vorbei ist. Nach über zweieinhalb Stunden genießen Kaiser und seine Band den Schlussapplaus. Wohl wissend, dass der Freitagabend nur der Auftakt war. Sie kommen wieder. Noch drei Mal allein in diesem Sommer.

Oliver Carstens

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