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Es war einmal... Kreuzschüler feierten Premiere mit "Märchenstunde"

Es war einmal... Kreuzschüler feierten Premiere mit "Märchenstunde"

Jeder von uns kennt die heldenhaften Geschichten mit dem moralischen Fingerzeig rund um Könige, Prinzessinnen, und Fantasiewelten. Bei dem einen rufen Märchen wohlige Erinnerungen hervor, anderen stößt die Grausamkeit und Gewalt in den Geschichten eher bitter auf.

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Kreuzschüler laden zur "Märchenstunde": Das von den Schülern inszenierte Stück ist heute Abend noch einmal auf der Bühne zu sehen.

Quelle: Anja Schneider

Schüler der elften Klasse der Kreuzschule habe sich mit eben jenen Erinnerungen an Märchen kreativ auseinandergesetzt und sie in ein Theaterstück umgewandelt.

Ein sorbisches Spinnerlied aus dem frühen 20. Jahrhundert erklingt, eines jener Lieder, die man sich beim Geschichtenerzählen eben anhört. Auf der Bühne: Schüler der Dresdner Kreuzschule. Am Mittwoch feierte der Grundkurs Darstellendes Spiel die Premiere seines Stückes "Märchenstunde - Wo das wünschen noch geholfen hat" unter der künstlerischen Leitung von Dr. Kornél Magvas, Lehrer für Deutsch, Musik und Darstellendes Spiel.

Hexenverbrennung und Folter

"Es fällt mir schwer, mich noch genau an die Geschichte zu erinnern", "Märchen waren oftmals so unnötig grausam und gewalttätig", "Das Geschichtenbuch roch so süßlich, muffig und nach Staub... und erst die wasserfarbenen Bildchen": Wort- und Satzfetzen, kleine Anekdoten und Geschichten spiegeln die frühsten und persönlichen Kindheitserinnerungen an Märchenerzählungen der Protagonisten wider. Sie leiten das Stück ein und ziehen sich im weiteren Verlauf wie ein roter Faden durch die Szenen.

"Zu Beginn des Schuljahres im September haben wir im Kurs Darstellendes Spiel zusammengetragen, was wir mit Märchen verbinden. Mit Märchen assoziiert man erst einmal eintönige, altertümliche Geschichten. Wir haben aber versucht, verschiedene Facetten aus den alten Geschichten der Gebrüder Grimm, von Georg Büchner, Martin Mosebach und Peter Wawercinek herauszufiltern", erzählt Xenia Grohmann. Die 16-Jährige ist Schülerin der elften Klasse der Kreuzschule und Mitwirkende von "Märchenstunde". "Wir haben unsere Gedanken, Ansätze und Emotionen in Szenen verarbeitet und diese aneinander gereiht." Mit der Neuinszenierungen versuchen die Schüler, eben diese Eindrücke und auch ihr Verständnis der Märchen aufzuarbeiten. "Erst Jahre später merkt man zum Beispiel, wie grausam Märchen im Grunde sind", so Xenia. Zurecht: Hexen werden bei lebendigem Leib im Ofen verbrannt oder die falsche Braut in der "Gänsemagd" in einem mit Nägeln beschlagenen Fass zu Tode geschleift. Die Schüler glänzen nicht nur mit Einfallsreichtum, sondern spielen auch mit musischen Einlagen. "Drei von uns singen auch im Kreuzchor", erzählt Xenia. Unvergessen bleibt Ji Hoon Bang, der auf seiner Ukulele "Fairytale" von Alexander Rybak anstimmt: "I'm in love with a fairytale, even though it hurts", singt der Schüler. Heute Abend um 20 Uhr haben Märchen- und Theaterinteressierte noch einmal die Gelegenheit, "Märchenstunde - Wo das Wünschen noch geholfen hat" auf der Bühne der Aula der Kreuzschule, Dornblüthstraße 4, zu sehen. Der Eintritt ist frei.

www.kreuzschule.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.01.2015

Juliane Weigt

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