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Erstmals in Dresden: Buke and Gass kommen

Erstmals in Dresden: Buke and Gass kommen

Sind wir in Sachen Buke and Gass zu spät? Village Voice ist schon voll des Lobes, die New York Times war an ihnen dran und andere, nicht minder muntere Blätter auch.

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Buke And Gass.

Quelle: PR

Nein, wir sind gerade richtig. Auch das erste Konzert des Duos in Dresden kann zu keinem besseren Zeitpunkt kommen. Denn wir glaubten vielleicht, in diesem wiederum fantastischen Live-Jahr in hiesigen Clubs schon alles gehört zu haben, was uns - auf der Flamme, die uns köcheln lässt - bewegt. Und dann das!

"Sieh' dir das Video an, das sagt alles", schrieb Johannes Zink, Betreiber des Dresdner Labels Discorporate Records - über den und das an dieser Stelle im Frühling 2012 zum fünften Jubiläum ausführlich zu lesen sein wird. Und wirklich: Da sitzen zwei junge Menschen - Arone Dyer (noch mit langen Zöpfen) und Aron Sanchez aus Brooklyn, N.Y. - in einem kleinen Washingtoner Laden und spielen in der Reihe der "Desk Concerts" des US-amerikanischen freien National Public Radio (NPR) eine Musik, die vertraut und gleichzeitig ungehört unerhört klingt.

Sie ist eigentlich Fahrradmechanikerin, er Roadie und Instrumentenbauer. Seit 2008 sind sie zusammen und machen Folk mit Rock-, Postrock-, bisweilen sogar Punk-Attitüde, verschleppte Kamikaze-Rhythmen, abrupte Stopps, klirrende Saiten-Glissandi, sirenenartiger Hüpf-Gesang, schepperndes Schlagzeug ohne Sticks. Kurz: Leben in der Bude. Sechssaitige Bariton-Ukulele, selbstgebaute Effektkisten und ein Bass-Gitarre-Zwitter, Glöckchen in Rähmchen, per Fuß ansteuerbare Electronics, per Zehenring gespieltes Tamburin - buchstäblich im puren Sinne mit Händen und Füßen pinseln Buke and Gass an einem verrückten Klangbild. Die vielen Selbstbau-Instrumente sind für Dyer und Sanchez ein Mittel, "unsere Musik im Sound zu maximieren". Ob sie sich schon mit Jack White kurzgeschlossen haben, der ja auch mit verschiedenen Basteleien an verrückten Gitarrensounds arbeitet - sehr schön nachzusehen im wunderbaren Dok-Film "It Might Get Loud" mit den Kollegen The Edge und Jimmy Page.

"Riposte" (Brassland, das The-National-Label) hält als Debüt über viele Fragmente lang die Spannung. Die Platte ist das Produkt von Wochen gemeinsamen Improvisierens. Teile der Sessions landeten auf der CD, heißen "Medulla Oblongata" und "Sleep Gets Your Ghost" und haben viel von einem Tausendfüßler.

Doch wahrscheinlich ist es wirklich erst das Konzert von Buke and Gass an einem zunächst ungewöhnlichen Ort, das einen umpusten könnte. Und das fast zum Kehraus 2011.

Buke and Gass, Dienstag, 20.30 Uhr, Veränderbar, Görlitzer Str. 42, Video: www.youtube.com/watch?v=fbPr68-5ZMw

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.12.2011

Andreas Körner

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