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Emergenza-Finale für Sachsen und Thüringen: Dresdner Band "Simplistic" löst Ticket ins Regionalfinale Ostdeutschland

Emergenza-Finale für Sachsen und Thüringen: Dresdner Band "Simplistic" löst Ticket ins Regionalfinale Ostdeutschland

Zehn Bands. Über fünf Stunden Rock und Metal. Und am Ende zwei strahlende Gewinner. Am Sonnabend stieg das Emergenza-Finale der Länder Sachsen und Thüringen im Beatpol.

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Die Überraschung des Abends war definitiv "Simplistic": Und sie wurden auch die Sieger des Abends: Karsten (Schlagzeug), Brit (Bass) und Roman (Gitarre/Gesang) v. l.

Quelle: Annette Thoma

Was für eine Nacht. Anhänger der etwas lauteren Musik und natürlich die treuen Fans der einzelnen Bands kamen, um den ganzen Abend zu rocken. Was definitiv gelang.

Emergenza hat sich auf die Fahne geschrieben, das weltweit größte Liveband-Festival zu sein. In 150 Städten rund um den Globus haben sich tausende Bands beworben, um bei die-sem riesig aufgezogenen, internationalen Wettbewerb mitzuspielen. Nach mehreren Vorrunden und Semifinalen standen nun die zehn besten Bands aus Sachsen und Thüringen vor dem Dresdner Publikum und spielten, schrien, hämmerten und shredderten um deren Gunst. Mal mehr, mal minder. Während "Starkbier" mit Posaunen und Gitarren im typischen Ska-Sound schnell Feierlaune herstellte, bekamen die Besucher bei der nächsten Band "=c=" ganz anderes um die Ohren gehauen. Bühnenpräsenz pur. Sänger "Sodrock" schrie sich fast die Seele aus dem Leib - mal auf der Bühne liegend, mal sitzend, den Mikrofonständer umschmeißend oder im Publikum.

Die Überraschung des Abends war definitiv "Simplistic". Mit nur drei Leuten schuf die Dresdner Band atmosphärische und kraftvolle Klangwände, die im nächsten Moment schon wieder zusammenbrechen konnten. Dazu die wandelbare Stimme von Gitarrist und Sänger Roman Köhler, und das Musikerleben war perfekt.

Die wohl größte Fangemeinde vor Ort hatte die Erfurter Band "One Day Left". Und übrigens auch die einzige Frau als Lead-Sängerin. Was dem brachialen Sound aber keinen Ab-bruch tat. Überaus gutes Zusammenspiel und viel, viel Spaß beim Abrocken waren in jeder Minute des Auftritts zu spüren.

"Kyonic", vierköpfige Metalband aus Leipzig, war ein regelrechter Publikumsliebling. Umso überraschender war es, dass sie nicht in die nächste Runde gewählt wurden. Stattdessen erhielten die Musiker den Sonderpreis: ein Auftritt auf dem "Summer Summit"-Open Air in Oschatz. Aus spieltechnischer Sicht lieferten sie vielleicht die beste Performance des Abends. Gitarrist Thanh Le Hoang präsentierte in seinen Soli alle wichtigen Techniken an seinem Instrument, vom Shredding bis zum Tapping.

Die Bands gaben alles, das steht außer Frage. Letzten Endes kam es aber darauf an, wer die meisten Fans mobilisieren konnte, denn das Publikum entschied nach jedem Auftritt - der maximal 25 Minuten dauern durfte - per Handzeichen, ob die Band weiterkommen soll. Eine vierköpfige Jury bestimmte dann bei den fünf beliebtesten Bands, wer eine Runde weiter kommt. Dabei vergaben sie Punkte für den Gesamteindruck, die Originalität, Bühnenshow oder die technische Versiertheit.

Zu später Stunde war es dann amtlich: "Junksound" aus Jena auf dem zweiten und "Simplistic" auf dem ersten Platz ziehen ins Regionalfinale Ostdeutschland nach Berlin. Während sich "Junksound" lautstark und gestenreich auf der Bühne freute, konnten es "Simplistic" noch nicht so recht fassen. Bescheiden und fast schon schüchtern nahmen sie ihre Preise und Urkunde entgegen.

Zur Erklärung: Emergenza hat Deutschland in sechs Regionen aufgeteilt, aus denen jeweils die Gewinner ins Deutschlandfinale ziehen. Gewinnt "Simplistic" also auch das Regionalfinale Ostdeutschland, konkurrieren sie mit Bands aus dem gesamten Land. Aber dem nicht genug: Der internationale Emergenza-Wettbewerb gipfelt im Weltfinale. Das steigt dann im August. Nichts gegen Ozzy und seine Kumpanen, aber der Nachwuchs klopft bereits lautstark an die Türe. Und das überaus würdig.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.06.2013

Annette Thoma

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