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Einzigartiges Gewölbe im Dresdner Schloss vollendet

Einzigartiges Gewölbe im Dresdner Schloss vollendet

Nach drei Jahren Bauzeit ist in der Dresdner Schlosskapelle das erste neuzeitliche Schlingrippengewölbe vollendet. Finanzminister Georg Unland (CDU) setzte am Donnerstag symbolisch den Schlussstein für die weltweit einzigartige Konstruktion.

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Finanzminister Georg Unland (CDU) und Ludwig Coulin (li.) vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement sehen sich das fertige Gewölbe an.

Quelle: Stephan Hönigschmid

Der Neuaufbau der mittelalterlichen Gewölbeform mit Ziegeln und doppelt gekrümmten Sandsteinrippen sei „eine wahre Meisterleistung“. Die Kunst, so etwas zu bauen, war verschüttet und wurde dafür wiederbelebt.

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So könnte der Innenraum der Kapelle einmal aussehen.

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Der Einbau des Gewölbes geht auf spätgotische Wölbtechniken zurück. Für den Wiederaufbau haben ein Team von Wissenschaftlern der TU Dresden sowie Fachleute vom Bau das Geheimnis dieser Bauweise ergründet. Dabei wurde modernste Computertechnik mit traditioneller Handwerkskunst verbunden.

Orientieren konnten sich die Experten an einer Schlingrippe aus Sandstein, die 1945 in den Trümmern des Schlosses gefunden wurde. Gleiches gilt für einige Backsteine, die das  Gewölbe ausfüllen.  

Der Freistaat hat insgesamt 1,8 Millionen Euro in das Schlingrippengewölbe investiert. In der gesamten Kapelle wurden etwa 3,5 Millionen Euro verbaut. Für das gesamt Schloss wurden bis Ende 2012 rund 280 Millionen Euro aus dem sächsischen Haushalt aufgewendet.

Die im Rohbau rekonstruierte Schlosskapelle, einst Wirkungsort von Komponist Heinrich Schütz, ist ab September wieder nutzbar. Als Betreiber fungieren die Staatlichen Kunstsammlungen.  Zunächst wird die Kapelle aber im Rohzustand bleiben. „Das liegt einerseits daran, dass das Geld für den Innenausbau fehlt. Außerdem steht noch nicht fest, wie die Kapelle gestaltet werden soll. Es existieren verschiedene Ideen“, so Georg Unland.  

dpa/STH

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