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Eintritt für die Operette Dresden soll kräftig steigen

Kulturpolitik Eintritt für die Operette Dresden soll kräftig steigen

Das Kraftwerk Mitte ist noch Baustelle. Wenn aber im Dezember 2016 die neuen Spielstätten für Staatsoperette Dresden und Theater Junge Generation eröffnet werden, müssen die Besucher für eine Eintrittskarte deutlich tiefer als bisher in den Geldbeutel greifen.

Ab Ende 2016 sollen Operette und tjg im ehemaligen Kraftwerk Mitte spielen.

Quelle: Tanja Tröger

Dresden. Das Kraftwerk Mitte ist noch Baustelle. Wenn aber im Dezember 2016 die neuen Spielstätten für Staatsoperette Dresden und Theater Junge Generation (tjg) eröffnet werden, müssen die Besucher für eine Eintrittskarte deutlich tiefer als bisher in den Geldbeutel greifen. So sieht es eine aktuelle Vorlage von Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos) für den Stadtrat vor. Die Preise für die Operette sollen dabei deutlich erhöht werden, während beim tjg eher moderate Steigerungen vorgesehen sind.

Begründet wird die geplante Preiserhöhung mit der deutlich moderneren und komfortableren Ausstattung der Bühnen im Vergleich zu ihren alten Häusern in Leuben beziehungsweise Cotta. Dieser Komfort verursache aber auch Mehrkosten, die durch die Anhebung der Eintrittspreise erwirtschaftet werden müssten.

Ab dem Jahr 2017 soll die Staatsoperette laut Vorlage 450.000 Euro Mehreinnahmen erzielen. Die Landeshauptstadt verspricht, ihren Zuschuss für die Operette nicht zu reduzieren, so dass die zusätzlichen Gelder in die Sachkosten der Bühne investiert werden könnten. Mit den Mitteln sei es möglich, ein wettbewerbsfähiges Niveau der Ausstattung zu sichern.

Im Durchschnitt steigen die Ticketpreise für die Operette laut Vorlage um 24 Prozent. Das teuerste Ticket kostet im Kraftwerk 59 statt wie bisher 39 Euro – für das Silvesterprogramm der Operette. An Freitagen, Wochenenden und Feiertagen sollen Besucher 39 statt 29 Euro in der höchsten Preiskategorie pro Karte zahlen, in Kategorie 2 werden 35 statt 26 Euro fällig, in der 3 kostet die Karte 30 statt 22 Euro, in der 4 dann 26 statt 17,50 Euro und in der günstigsten Kategorie 13,50 statt 10 Euro. Bei Vorstellungen von Montag bis Donnerstag steigen die Preise um 2,50 Euro bis 6 Euro je Kategorie, wenn der Stadtrat die Vorlage beschließen sollte.

Auch die Preise für die Anrechte sollen steigen, wobei die Operette wohl mehrere neue Anrechte anbieten wird und so ein direkter Vergleich schwierig ist. Alle Kunden, die ein Anrecht für die Spielzeit 2015/2016 besitzen, bekommen die gleichen Konditionen für die erste Spielzeit im Kraftwerk Mitte angeboten und müssen erst ab 2017/2018 die neuen Preise zahlen. Gleichzeitig will die Stadt eine Theatercard einführen, die 70 Euro pro Person kosten und zum Kartenkauf mit 50 Prozent Rabatt an der Tageskasse berechtigen soll.

Das tjg soll seine Einnahmen um 18.000 Euro pro Jahr erhöhen. Das entspricht einer durchschnittlichen Erhöhung der Kartenpreise um fünf Prozent. „Weiter erhöhte Preise würden gerade Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien vom Theaterbesuch tendenziell ausschließen“, heißt es in der Vorlage. So bleiben die meisten Kartenpreise unverändert. Erhöhungen zwischen einem und drei Euro pro Ticket gibt es lediglich für das Theater auf der Treppe/Studiobühne und das Rundkino sowie für das Sommertheater im Stallhof.

Die Vorlage hat bereits die Dienstberatung von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) passiert und wird in den nächsten Wochen von den Ausschüssen des Stadtrates beraten.

Thomas Baumann-Hartwig

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