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Eintritt für Operette in Dresden soll steigen

Eintritt für Operette in Dresden soll steigen

Die Stadt will die Eintrittspreise für die Operette ab der Spielzeit 2014/2015 erhöhen. So sieht es eine von Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos) erarbeitete Vorlage vor, die im nächsten Jahr von den Ausschüssen diskutiert und vom Stadtrat beschlossen werden soll.

Mit der Preissteigerung erhofft sich die Stadt im nächsten Jahr Mehreinnahmen von 50 000 Euro und danach jährlich von 109 000 Euro.

Begründet wird die geplante Erhöhung mit der Tatsache, dass die Eintrittspreise für die Staatsoperette zuletzt in der Spielzeit 2010/2011 angehoben wurden. Außerdem habe es die Operette seit 2009 nicht geschafft, die geplanten Erträge zu erwirtschaften. Schließlich müsse die Operette ab 2014 elf Cent mehr pro Eintrittskarte an den Verkehrsverbund Oberelbe abführen. Die Operetten-Tickets können als Fahrausweis für den Öffentlichen Nahverkehr genutzt werden.

Die Mehreinnahmen sollen in vollem Umfang der Operette zugute kommen. Laut der Vorlage handelt es sich um die letzte Preisanpassung am Standort Leuben. Im vierten Quartal 2016 soll die Operette eine neue Spielstätte im Kraftwerk Mitte erhalten. Inhaber eines Anrechts sollen nach Lunaus Plänen die für Leuben geltenden Preise auch für die erste Spielzeit am neuen Standort garantiert bekommen.

Die Einzelkarten verteuern sich in den ersten drei Platzkategorien im Schnitt jeweils um zwei Euro. Für die Platzkategorie IV wird ein Euro mehr verlangt, Kategorie V soll stabil bleiben. So sei für einkommensschwächere Menschen weiterhin die Teilhabe am kulturellen Leben gewährleistet, heißt es. Bei den Anrechten steigen die günstigeren Wochentagstarife deutlicher als die Wochenendpakete.

Holger Zastrow, Vorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion, bezeichnete die Preiserhöhung als längst überfällig. "Für uns ist klar, dass die Nutzer der Operette an den Kosten des Neubaus dringend mit beteiligt werden müssen. Es geht einfach nicht, dass sogar die Mitarbeiter einen Anteil erbringen und die Hauptnutznießer eines 100-Millionen-Euro-Neubaus aktuell als einzige keinen Beitrag leisten." Laut Zastrow sollten die Eintrittspreise für die Operette einen Beitrag für den Bau der neuen Spielstätte enthalten.

Scharf kritisierte der Fraktionsvorsitzende die geplante Preisgarantie für das Kraftwerk Mitte. "Die Nutzer der Operette müssen an den Folgekosten beteiligt werden. Deshalb müssen die Eintrittspreise neu betrachtet werden, wenn das Kraftwerk Mitte öffnet", so Zastrow. Der Besuch der Operette in einer modernen Spielstätte in bester Innenstadtlage zum Preis eines Vorstadttheaters sei ein Unding.

Christa Müller, kulturpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, sprach von einer moderaten und angemessenen Preiserhöhung. Die sozialen Belange seien berücksichtigt worden, indem die günstigeren Preiskategorien gering oder gar nicht erhöht würden. "Ich werde nach der Diskussion meiner Fraktion empfehlen, der Erhöhung zuzustimmen", kündigte Müller an.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.12.2013

Thomas Baumann-Hartwig

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