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Eintreten für Meinungsfreiheit: Whistleblower-Skulptur auf dem Theaterplatz in Dresden

Eintreten für Meinungsfreiheit: Whistleblower-Skulptur auf dem Theaterplatz in Dresden

Speakers’ Corner auf dem Dresdner Theaterplatz: Wer seine Meinung öffentlich kundtun möchte, hat dazu am Montagnachmittag Gelegenheit, und zwar in Gesellschaft prominenter Whistleblower.

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Drei Whistleblower und ein freier Platz für mutige Bürger, die ihre Meinung äußern wollen: die Bronzeskulptur "Anything to say?".

Quelle: Tanja Tröger

Edward Snowden, Julian Assange und Chelsea Manning stehen als lebensgroße Bronzeskulpturen auf drei Stühlen, ein leerer vierter Stuhl bietet Platz für Mutige, die „Flüstertüte“ zur Hand zu nehmen und loszuwerden, was auf der Seele brennt.

Sein Werk sei „ein Monument der Meinungsfreiheit“ und zeige „drei moderne Helden“, sagte der italienische Künstler Davide Dormino über seine Arbeit „Anything to say?“. Der Bildhauer ruft alle Menschen auf, sich auf den leeren Stuhl zu stellen, ein Foto zu machen und es der Welt zu zeigen: „The empty chair is for you!“ (Der leere Stuhl ist für Dich!). Man müsse auch nichts sagen, es gehe vor allem um den Akt des Aufstehens. Konsequenterweise schickt Dormino seine Skulptur auf Weltreise: Auf dem Berliner Alexanderplatz stand sie bereits, im kommenden Monat wird sie in Paris zu sehen sein.

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Die Skulptur "Anything to say?" des italienischen Künstlers Davide Dormino will ein Zeichen für Transparenz setzen.

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Dresden sei genau der richtige Ort für eine solche Aktion, so der Künstler. Ironischerweise wird die Skulptur nur bis Montagabend und nicht wie ursprünglich geplant bis Mittwoch auf dem Theaterplatz stehenbleiben. Aus Angst vor Übergriffen am Montagabend wird das rund eine Tonne schwere Kunstwerk vorfristig wieder abgebaut. Wer am Montagnachmittag keine Zeit findet, hat während der Ostrale vom 10. Juli bis 27. September noch einmal Gelegenheit, das Kunstwerk zu betrachten und zur öffentlichen Meinungsäußerung zu nutzen.

Dorminos Kunstaktion in Dresden gab zudem den Startschuss für die Internationale Woche zur Unterstützung des Whistleblowings, die vom 1. bis 7. Juni stattfindet. In zahlreichen Ländern werden in dieser Zeit Aktionen rund um das Thema „Aufstehen für die Wahrheit“ organisiert.

Noch vor der eigentlichen Enthüllung der Plastik in Dresden griff sich ein Tourist aus den Niederlanden das Sprachrohr, sprang auf den Stuhl und rief begeistert: „Es gefällt mir hier!“ Er werde in seiner Heimat erzählen, wie schön Dresden ist.

ttr

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