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"Eins der weltbesten Orchester": Interview mit Salzburg-Intendant Peter Alward

"Eins der weltbesten Orchester": Interview mit Salzburg-Intendant Peter Alward

Herbert von Karajan war sein "musikalischer Ziehvater". Der Plattenfirma EMI Classics stand er bis 2004 als Präsident vor. Der studierte Pianist und globale Strippenzieher wirkt als Künstlerischer Berater namhafter Institutionen.

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Peter Alward, Intendant der Salzburger Osterfestspiele.

Quelle: Wolfgang Lienbacher

Seit 2010 ist er Intendant der Salzburger Osterfestspiele, nun hat er seinen ersten Jahrgang mit Christian Thielemann und der Staatskapelle fast hinter sich. Der Brite Peter Alward (Jg. 1950) sollte glücklich sein.

Peter Alward: Ich bin wirklich glücklich, weil Thielemann und die Kapelle in kürzester Zeit hier so angenommen worden sind, dass sie sich jetzt schon als Teil unserer Familie fühlen können.

Frage: Haben Sie mit einem derartigen Erfolg gerechnet?

Ich bin der größte Pessimist der Welt. Ich habe gehofft, ich habe geglaubt, aber bis ich es nicht mit meinen eigenen Augen und Ohren erlebt hatte, konnte ich es so nicht für wahr halten.

Das Salzburger Publikum gilt als sehr kritisch. Wann war das Eis gebrochen?

Schon während der "Parsifal"-Premiere. Dieser Beifall in der Pause war ja nicht geplant - und als das Orchester mit Thielemann dann am Ende auf die Bühne kam, war alles klar. Die sind hier angekommen!

Ich gestehe, so etwas wie nach der Brahms-Sinfonie habe ich hier seit Karajan nicht mehr erlebt, dass es spontan Standing Ovations gab und der Schlusssatz wiederholt werden musste. Und da sind sehr kundige Leute im Publikum.

Gibt es etwas, das zum nächsten Jahr geändert werden muss?

Wir sind immer auf einer Odyssee und können etwas besser oder anders machen. Aber bedenken Sie, das ist das erste Jahr der Dresdner in Salzburg. Die anderen waren hier 46 Jahre! Ich kann mit Sicherheit sagen, die Grundstruktur bleibt.

Wie haben Sie Novitäten wie das Konzert für Salzburg oder die Nacht der Kammermusik erlebt?

So etwas hatten wir hier noch nie, darum bin ich besonders glücklich. Das Konzert für Salzburg war ein Riesen-Wagnis. Es fand zwischen den beiden Zyklen der Festspiele statt, da kam kein Stammpublikum, sondern es kamen die Menschen aus Salzburg. Es war überhaupt nicht sicher, dass dies so aufgehen würde. Hut ab vor allen Künstlern, die dies für die halbe Gage gemacht haben.

Das Publikum erkennt natürlich, dass wir hier nicht nur ein wunderbares Sinfonieorchester, sondern eines der größten Opernorchester der Welt haben. Das ist für uns das große Glück, die sind beides und beherrschen ein gewaltiges Repertoire.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.03.2013

Ernst, Michael

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