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Eine Party in Neon – Deichkind feiern zwei Stunden lang in Dresden

Eine Party in Neon – Deichkind feiern zwei Stunden lang in Dresden

Eines vorab: Die Live-Shows von Deichkind sollte man einmal gesehen haben. Auch wer die Musik nicht mag und so manches an der Band prollig oder peinlich findet: Auf der Bühne sind Deichkind „Leider geil“.

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Mit einer furiosen Show begeisterten Deichkind in der Dresdner Messe.

Quelle: Dominik Brüggemann

Am Samstagabend konnten sich auch die Dresdner davon überzeugen. In der nur zur Hälfte offenen Messehalle 1 zogen die Hamburger Elektro-Hiphopper alle Register ihres Könnens.

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Am Samstagabend begeisterten Deichkind in der Dresdner Messe mit einer furiosen Show.

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Denn ein Deichkind-Konzert ist Show im wahrsten Sinne des Wortes. An machen Stellen des rund zweistündigen Auftritts trifft das Wort Performance noch besser, für das Publikum jedenfalls ist es eine einzige Party.

Sowohl in der Halle als auch auf der Bühne dominieren Neonfarben. Deichkind stehen nach einem längeren Intro mit jeder Menge Farbe, Blinklichter, Plastiktüten und anderem Schnickschnack bekleidet auf der Bühne. Mit „99 Bierkanister“ geht es los. Nach und nach spielen sich Deichkind quer durch das aktuelle Album „Befehl von ganz unten“, wobei auch ältere Stücke nicht ausgeklammert werden.

Dabei erleben die Fans eine durchgehende Reizüberflutung. Keine zwei Lieder bleibt die Bühne aus beweglichen dreieckigen Podien gleich, ständig wechseln Outfits, die Musiker vollbringen vor wie hinter den Kulissen Schwerstarbeit. Ob eines der Bandmitglieder im Schlauchboot durch die Menge „schwimmt“ und dabei Federn schmeißt, ob plötzlich ein Tandem über die Bühne rollt oder zu „Bück dich hoch“, der Hymne über Unsitten deutscher Bürokultur, alle auf Bürostühlen herumturnen. All das ist perfekt durchchoreografiert und funktioniert erstklassig.

„Luftbahn“ kommt vergleichsweise minimalistisch daher, bei „Bon Voyage“ groovt die komplette Halle mit, bei „Arbeit nervt“ feiern die Dresdner einfach. Mit „Leider geil“, dem Stück, mit dem es Deichkind mühelos gelungen ist, den popkulturellen Sprachgebrauch der Republik zu prägen, explodiert die Messehalle erstmals. Bis zum Schluss folgt eine schräge Idee auf die nächste. Zu „Roll das Fass rein“ fährt die Gruppe tatsächlich mit einem überdimensionalen Bierfass durch die Halle, später wird aus dem Fass eine riesige Diskokugel und die ganze Halle singt „The Power of Love“. Am „Limit“ sind die Dresdner da noch lange nicht.

So steuert unter infernalischer Lautstärke alles auf das große Finale zu. „Yippie Yippie Yeah“ – die ganze Halle hat nur noch Krawall und Remmidemmi im Kopf. Hüpfburgen, gefühlt tonnenweise Federn, zig Menschen auf der Bühne – noch einmal erlebt Dresden einen Show-Flash erster Güte. Und Deichkind haben einmal mehr bewiesen, dass sie Meister der Live-Shows sind.

sl

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