Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 4 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+
Ein Leben für die Musik – Zum Tode von Christof Bauer, bis 2013 Stellvertretender Chordirektor der Staatsoper Dresden

Nachruf Ein Leben für die Musik – Zum Tode von Christof Bauer, bis 2013 Stellvertretender Chordirektor der Staatsoper Dresden

Christof Bauer fing 1972 als Studienleiter und Assistent des Chordirektors an der Staatsoper Dresden an. Ab 1981 bis zu seinem Ausscheiden im Sommer 2013 war er über dreißig Jahre lang der stellvertretende Chordirektor des Hauses. Am 12. Februar ist er gestorben.

Voriger Artikel
Wie ein Däne Dresdens Musikfestspiele prägte
Nächster Artikel
Denovali Residency Concerts feiert kleines Jubiläum in Dresdens Scheune

Christof Bauer
 

Quelle: Matthias Creutziger

Dresden.  Ein Opernbetrieb ist ein höchst kompliziertes Gebilde, in dem ein Rädchen ins andere greift – gleich, ob man im strahlenden Rampenlicht steht oder treu und unermüdlich seinen Dienst in der zweiten Reihe tut. Und ohne jene Menschen im Hintergrund würde der Oper das Fundament fehlen. Christof Bauer gehörte zur letzteren Kategorie. 1972 fing er als Studienleiter und Assistent des Chordirektors an der Staatsoper Dresden an. Ab 1981 bis zu seinem Ausscheiden im Sommer 2013 war er über dreißig Jahre lang der stellvertretende Chordirektor des Hauses – immer korrekt, immer freundlich, höchst kompetent und musikalisch unbestechlich. Der Staatsopernchor war sein Leben, auch wenn Christof Bauer nie dessen erster Chef war. Er hat den Chor in so manch schwierigen Zeiten (etwa den cheflosen) unbeirrt zur Seite gestanden, hielt ihn zusammen und brachte das Ensemble künstlerisch weiter. Vor zusätzlichen Aufgaben scheute er zu keiner Zeit zurück. Es galt der Musik und dem Chor – und darauf kam es an.

Neben Konzerten und Opern – wer erinnert sich nicht an den zauberhaften „Schwanda“ oder die europäische Erstaufführung von „Dead Man Walking“ – gingen vor allem die Einstudierungen für etliche konzertante Opernaufführungen auf sein Konto. In vielen Opern mit Chorbeteiligung war sein Platz auf der oft finsteren Seitenbühne, mit der Taschenlampe in der Hand und für perfekte Choreinsätze zuständig. Auf diese konnte sich der jeweilige Dirigent im Graben immer hundertprozentig verlassen. Auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand nahm Christof Bauer regen Anteil am weiteren Geschick des Staatsopernchores, besuchte Proben und Vorstellungen, stand den Mitgliedern mit Rat und Tat zur Seite.

Der am 29. Dezember 1947 in Freiberg Geborene ging nach einem Kapellmeisterstudium bei Prof. Rudolf Neuhaus an der Dresdner Musikhochschule zunächst als Solorepetitor nach Karl-Marx-Stadt und kam dann 1972 an die Dresdner Oper. Er hatte einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber und bis zuletzt ein Lehramt an der Hochschule für Kirchenmusik, und zwar für Partiturspiel, inne. Seine Fähigkeiten als Lehrer waren hier und besonders auch im Opernchorstudio der Sächsischen Staatsoper Dresden sehr geschätzt. Seine Liebe galt dem Orgelspiel, dem er sich immer wieder gern widmete.

Nun ist er am 12. Februar im Alter von 68 Jahren völlig unerwartet verstorben. Es ist ein schwerer Verlust für das musikalische Dresden.

Von Mareile Hanns

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr