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Duell um die Schweinehalle im Ostragehege: Finsterbusch gegen Meinel

Duell um die Schweinehalle im Ostragehege: Finsterbusch gegen Meinel

Der Kampf um die Schweinehalle im Dresdner Ostragehege spitzt sich zu einem Duell zwischen Mirco Meinel und Gunther Finsterbusch zu. USD-Immobilien-Chef Thomas Dathe jedenfalls distanzierte sich in dieser Sache von seinem Kompagnion.

"Das ist seine Privatangelegenheit", sagte Dathe gegenüber DNN. Außerdem sei die Fira-Gruppe, auf keinen Fall aber USD involviert, betonte Dathe. Es fließe kein Geld von der USD in die Schweinehalle, so der USD-Macher.

Rechtsanwalt Christian Zwade hatte zuvor den Fraktionen im Stadtrat öffentlich gemacht, dass Finsterbusch, der Gesellschafter bei USD und in der Fira-Gruppe ist, der große Investor sei, der hinter der PEO Projektentwicklung Ostragehege GmbH von Zwade stecke. Damit hat Zwade rechtzeitig vor der Sondersitzung dreier Ausschüsse (Kultur, Wirtschaft, Finanzen) am Montag die Katze aus dem Sack gelassen.

Somit steht Finsterbusch mit seinen Kontakten zur Fira-Gruppe, USD und der Steuerberaterkanzlei Schneider & Partner der Ostrapark GbR von Großveranstalter Mirco Meinel und Florian Zweig gegenüber. Beide Parteien buhlen um den Kauf und Umbau des 8500 Quadratmeter großen Gebäudes im Ostragehege. Der städtische Projektentwickler für das Ostragehege hat indes eine eindeutige Meinung zu diesem Thema. Stesad-Geschäftsführer Axel Walther machte den Fraktionen klar, dass die Gespräche mit Meinel und Zweig seit 2009 laufen, das Projekt, aus der Schweinehalle ein Design-Hotel zu machen und Agenturen anzusiedeln, einen großen Vorlauf habe. Das Duo habe sich viele Auflagen von der Stadt Dresden diktieren lassen. Zudem sei das Konzept für Meinel ideal, weil dadurch Schweinehalle und die benachbarte Rinderhalle in einer Hand seien. In der Rinderhalle gegenüber der Messe Dresden haben Meinel und Zweig für fünf Millionen Euro einen Veranstaltungssaal und Büros eingerichtet.

Unterdessen geht Tilo Kießling, Linke-Stadtpartei-Chef und Stadtrat, harsch mit der Stadt ins Gericht. "Unser Zorn richtet sich auf die Verwaltung, nicht auf die Projektentwickler", sagt Kießling. Eine saubere rechtliche Ableitung sei notwendig. Müsse es eine Ausschreibung geben oder nicht? Bis heute gebe es darauf keine klare Antwort, beklagt Kießling. "Die Verwaltung muss uns überzeugen, dass sie auf eine Ausschreibung verzichten kann", so der Linke. Das sei für ihn der Knackpunkt. Dann würde er dem Meinel-Projekt den Vorzug geben, weil es "lange durchdiskutiert" und "gut abgesprochen" worden sei. Ralf Redemund

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.10.2012

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