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Dresdner engagieren sich für Weber-Museum in Hosterwitz

Dresdner engagieren sich für Weber-Museum in Hosterwitz

Das Carl-Maria-von-Weber-Museum in Dresden-Hosterwitz ist ein Novum. "Wir sind das einzige Museum überhaupt, das sich dem Leben und Werk des berühmten Komponisten, Dirigenten und Pianisten widmet", wirbt Leiterin Dorothea Renz für "ihr" kleines Haus.

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Dorothea Renz, Leiterin des Carl-Maria-von-Weber-Museums in Hosterwitz, stößt mit Hobbywinzer Wolfgang Winn auf "Webers Regent" an.

Quelle: Catrin Steinbach

Carl Maria von Weber (1786-1826) hielt sich in dem Hosterwitzer Winzerhaus mit seiner Frau Caroline in den Sommermonaten der Jahre 1818/19 sowie 1822-24 auf. Weber schrieb dort wesentliche Teile der Opern Euryanthe, Oberon und auch Teile der Oper "Der Freischütz", wie aus dem Museum zu erfahren war. Das präsentiert unter anderem Briefe, Partituren, Notenblätter (teils als Original, teils als Faksimile), aber auch eine Stimmgabel und einen Taktstock Webers. Zu sehen sind zudem Gemälde, die den Komponisten und seine Familie zeigen. Original aus der Weber-Zeit sind noch der Steinofen und die Dielung, die Einrichtung wurde nachempfunden.

Um noch mehr Besucher in das kleine Museum in Hosterwitz zu locken, gibt es zum einen Angebote für Schulklassen. Zum anderen finden im und am alten Winzerhaus Konzerte, Lesungen oder auch musikalisch-literarische Programme statt. "Am Sonntag war zum Beispiel ein Klarinettenquintett zu Gast. Weil es so regnete, haben die Musiker der Sächsischen Staatskapelle statt im Garten aus den geöffneten Fenstern des Museums heraus gespielt. Das war wunderschön", erzählt Dorothea Renz. Sie freut sich auch, dass der Veranstaltungsraum und/oder der Garten gern für Geburtstage oder Hochzeiten gemietet werden.

Dass das Museum von Dresdnern angenommen wird, zeigt noch ein weiterer Fakt: Seit Jahren engagiert sich der Lionsclub "Dresden-Carus" für das Haus. "Jedes Jahr darf ich mir was wünschen", strahlt die Museumsdirektorin. So habe der Lionsclub einen wesentlichen Anteil der Restaurierungskosten für den originalen Grabstein von Carl Maria von Weber getragen. "2011 finanzierte der Lionsclub eine Vitrine für eine nachgebaute Weber-Gitarre und in diesem Jahr unterstützt er uns finanziell, damit die Biedermeierstühle im Haus neu gepolstert werden können", erzählt Dorothea Renz.

In Wolfgang Winn hat sie einen weiteren Freund des Hauses gefunden. Der Hobbywinzer, der 1500 Quadratmeter Rebfläche im Pillnitzer Königlichen Weinberg betreut, hat vor sechs Jahren ehrenamtlich die Patenschaft über die zahlreichen Weinstöcke am Haus übernommen. "Die Reben waren lange Zeit nicht fachgerecht gepflegt worden und durch Pilzkrankheiten geschwächt", berichtet der Winzer. Jetzt sind die Reben wieder gesund. Zudem hat der Winzer zwischen den "Gutedel" Weinstöcke der weniger pflegeintensiven Rebsorte "Regent" gepflanzt. 30 Kilo Trauben ergab die Lese 2011. Daraus hat Wolfgang Winn jetzt für das Museum kostenlos 25 Flaschen leckeren Rotwein gekeltert. "Webers Regent" heißt der gute Tropfen. Er ist unverkäuflich und soll an die Künstler, die im Museum auftreten, verschenkt werden.

Adresse: Carl-Maria-von-Weber-Museum, Dresdner Str. 44; Tel.: 261 82 34; www.stadtmuseum-dresden.de; geöffnet: Mi.-So. 13-18 Uhr; Eintritt: 3 Euro, erm. 2 Euro; Fr. ab 13 Uhr freier Eintritt

Veranstaltungen: 10.6., 15 Uhr: "Violine Plus" - Konzert der jungen Generation (Podium der Klasse Prof. Annette Unger der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber");

17.6., 15 Uhr: "Schmerz beiseite!" - musikal. Lesung mit Dirk Zöllner und Wolfgang Hentrich (Texte von Heine und Werke von Bach, Paganini, Ysaye, Glaser und Hindemith);

zum Elbhangfest 23.6., 15 Uhr: "Lebendige Bretagne" - bretonische und franz. Lieder mit der Gruppe Chas Kleb u.a.;

18 Uhr: "Die Überspitzten" - freches Programm von drei Vollblutmusikanten mit Klezmer, Jazz, Schlager...;

24.6., 15 Uhr: "Frage mich immer - Lieder auf Webers Gitarre" mit Romy Petrick (Sopran) und Elke Jahn (Gitarre);

18 Uhr: "Musikalischer Kehraus" - gestaltet von der Klasse 11 des Landesgymnasiums für Musik "Carl Maria von Weber";

zur Museumssommernacht am 14.7., 22 Uhr: "Nostalgien" - eine Referenz an das Romantische an sich mit C. René Hirschfeld (Violine) und Eva Curth (Harfe)

Auswahl/Angaben ohne Gewähr

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.06.2012

Catrin Steinbach

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