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Dresdner Stasi-Gedenkstätte wird umgebaut

Dresdner Stasi-Gedenkstätte wird umgebaut

In der ehemaligen Dresdner Zentrale der DDR-Staatssicherheit sind die Bauleute am Werk. Bis Mitte 2013 wird die Gedenkstätte laut Stadtverwaltung saniert und ausgebaut.

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Stasi-Unterlagen in Dresden (Archivbild)

Quelle: Tanja Tröger

Unter anderem wird das Büro des letzten Dresdner Stasi-Chefs originalgetreu wieder hergerichtet. Es wird ein Teil der neuen Dauerausstellung.

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Der Vorsitzende des Vereins "Erkenntnis durch Erinnerung e.V.", Dr. Herbert Wagner, zeigt Pläne für den Umbau der Gedenkstätte.

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Vor genau 23 Jahren, am 5. Dezember 1989, hatten Demonstranten die Dresdner Stasi-Zentrale besetzt und die Vernichtung von Akten gestoppt. Mit einem Tag der offenen Tür wird an das Ereignis erinnert. Für Gedenkstättenleiterin Uljana Sieber ist es wichtig, immer wieder an die Geschichte des Ortes zu erinnern. „Es muss eine Brücke zischen den Verfolgten des SED-Regimes und den nachfolgenden Generationen geschlagen werden.“ Jährlich kommen ihren Angaben zufolge mehr als 10 000 Besucher in die Gedenkstätte. Rund zwei Drittel sind Schulklassen, gefolgt von Bundeswehrsoldaten.

„Es kommen aber auch immer mehr private Reisegruppen“, hat Sieber festgestellt. Diese sollen künftig nicht mehr nur den Ort der Opfer kennenlernen, die Untersuchungshaftanstalt, in deren Zellen bis 1989 10 000 bis 12 000 politische Häftlinge einsaßen. Dieser Bereich wurde in den Jahren 2007 und 2008 schon saniert. Jetzt folgt für rund 2,25 Millionen Euro die „Täterseite“, eine Teil des ehemaligen Verwaltungstraktes: Das ehemalige Büro des Stasi-Bezirkschefs, ein Beratungsraum der Kreisdienststellenleiter, der Ende der 1950er Jahre erbaute Festsaal der MfS-Mitarbeiter.

Wo Stasi-Obere einst Auszeichnungen verteilten, soll es laut Sieber künftig Vorträge, Lesungen, Konzerte, Filmvorführungen oder auch Theateraufführungen von Schulen geben.Viele Einrichtungsgegenstände und Stasi-Accessoires gingen Sieber zufolge in den Wirren nach der Besetzung der Stasi-Zentrale durch die Dresdner und nach langem Leerstand verloren.

„Wir suchen jetzt nach Objekten aus jener Zeit“, sagt sie. Wenn die Umbauten Mitte nächsten Jahres abgeschlossen sind, soll bis 2015 Stück um Stück die neue Dauerausstellung einziehen. Dort soll dann auch an die Tage im Dezember vor 23 Jahren erinnert werden.

dpa

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