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Dresdner Sonderschau zu Raffaels Kultbild „Sixtinische Madonna“ startet zu Pfingsten

Dresdner Sonderschau zu Raffaels Kultbild „Sixtinische Madonna“ startet zu Pfingsten

Von der Altartafel zum Kultbild: Mit einer großen Sonderausstellung feiern die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden die „ Sixtinische Madonna“. Die Schau „Die Sixtinische Madonna - Raffaels Kultbild wird 500“ zeichnet von Samstag an erstmals die ganze Geschichte des weltberühmten Meisterwerkes nach - von der Entstehung in der römischen Renaissance bis zum globalen Mythos in der Gegenwart.

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Dresdens "Sixtinische Madonna" gibt es in diesem Jahr sogar als Briefmarke.

Quelle: Matthias Hiekel dpa

„Sie beleuchtet Entstehungsumfeld, Auftraggeber, Schicksale und Wanderung eines der bedeutendsten Gemälde der Menschheit“, sagte der Direktor der Galerie Alte Meister, Bernhard Maaz. Zugleich werde ihr Nachleben in Kunst- und Kulturgeschichte, Literatur und Geistesgeschichte betrachtet.

Die Sixtina selbst birgt kaum noch Geheimnisse, das Bild ist umfangreich erforscht. Aber jede neue Beschäftigung mit ihm bringe gemäß Goethes „Faust“ neue Erkenntnisse, Facetten oder Entdeckungen zu Tage, erklärte Maaz. „So wird man Altvertrautes in neuen Kontexten sehen können.“ Die Verwandlung der einst verborgenen Altartafel zur von Dichtern und Gelehrten besungenen Schönheit berge spannende Geschichten wie ihr Weg aus einer italienischen Klosterkirche in die sächsische Residenz oder ihre Rezeption.

Illustriert werden diese Geschichten mit rund 140 Objekten, darunter Leihgaben aus bedeutenden Museen und Archiven wie weitere Werke Raffaels und von anderen Künstlern der Renaissance. Dazu gehören etwa die „Garvagh Madonna“ aus der Londoner National Gallery, das Fragment eines Engels aus dem Vatikan, eine Zeichnung aus der Wiener Albertina oder das Bild „Donna Velata“. Raffels schönstes Frauenporträt aus dem Palazzo Pitti in Florenz und seine in der „Sixtinischen Madonna“ verewigte „schönste Frau der Welt“ sind erstmals gemeinsam zu sehen.

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Im Dresdner Völkerkundemuseum im Japanischen Palais sind atemberaubend fremde und schöne Dinge zu bestaunen - hier ein Teil des Damaskuszimmers.

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Die „Gastgeberin“ ist empfangsbereit - in neuem Rahmen, neu verglast und an ungewohntem Platz. Für die Schau verließ das rund 5,4 Quadratmeter große Kunstwerk seinen angestammten Platz im ersten Obergeschoss und zog auf Zeit in den Gobelinsaal. „Das Bild ist eine extrem gute, herausragende und neue Komposition, mit der Raffael sie so wirkungsmächtig gestaltete, dass sie jedem Betrachter ins Auge fällt“, erklärte der Konservator für italienische Malerei, Andreas Henning, der die Wirkung des Gemäldes erforschte. Es habe viel früher Popularität erlangt als da Vincis Mona Lisa. „Die Sixtinische Madonna wurde Mitte des 19. Jahrhunderts zum Mythos, die Mona Lisa erst 1911 zum Massenphänomen.“

Die Auseinandersetzung mit Raffaels Sixtina in Literatur, Musik, Kunsthandwerk und Fotografie hatte um 1800 begonnen, das Bild wurde kopiert und reproduziert. Zur gleichen Zeit lösten sich die beiden Engelchen zu ihren Füßen und traten eine eigene Karriere rund um den Globus an. Die Schau zeigt sie zwischen Kitsch und Kunst. Engel und Sixtina sind laut Henning parallel, aber unterschiedlich berühmt - je nach kultureller Prägung und Region. „In Osteuropa ist es eher die Madonna, in Amerika und Asien sind es die Engel.“ Die Ausstellung soll zeigen, dass sie zusammengehören und sich „dieses Hauptwerk der europäischen Kunstgeschichte“ in Dresden befindet. „Wir wollen Bild und Engel im Bewusstsein wieder zusammenführen.“

dpa

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