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Dresdner Schriftsteller Tellkamp: „Turm“-Fortsetzung soll bis September 2013 fertig sein

Dresdner Schriftsteller Tellkamp: „Turm“-Fortsetzung soll bis September 2013 fertig sein

Der Schriftsteller Uwe Tellkamp will die Fortsetzung seines Erfolgsromans „Der Turm“ bis September 2013 vorlegen. „Ich habe mir den Abgabetermin ein bisschen selbst gestellt“, sagte er einen Tag vor der ersten Galapremiere der Verfilmung des Buches an der Nachrichtenagentur dpa.

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Der Dresdner Schriftsteller Uwe Tellkamp ((Archiv).

Quelle: dpa

Denn dann kommt Sohn Meno in die Schule.

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Im Haus "Abendstern" wohnen in Uwe Tellkamps Roman "Der Turm" Niklas Tietze und seine Frau, ebenfalls ein Onkel und eine Tante der Hauptfigur Christian Hoffmann.

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Etwa ein Drittel des Manuskripts sei fertig. Momentan recherchiert und schreibt der 43-Jährige täglich, mit wenigen Ausnahmen auch an den Wochenenden. Zeitlich kommt er allerdings nur langsam voran. „Ich bin noch immer im November 1990.“Mit Spannung blickt der Autor auf die Ausstrahlung des TV-Films am 3. und 4. Oktober in der ARD. Der Zweiteiler wurde von der Firma teamWorx (Berlin) produziert.

Im Drehbuch hatte Thomas Kirchner den knapp 1000 Seiten umfassenden preisgekrönten Roman komprimiert. Zu den Hauptdarstellern gehören Jan Josef Liefers, Claudia Michelsen und Götz Schubert. In 180 Minuten werden das Doppelleben von Chirurg Richard Hoffmann, die Spannungen in der Familie, der erzwungene Wehrdienst von Sohn Christian, dessen Widerstand und Zeit im Gefängnis vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen skizziert.

Am Ende ist das Land in Aufruhr, die Ehe der Eltern zerrüttet, Mutter Anne und etliche Bekannte sind in der Oppositionsbewegung.Tellkamp ist indes schon bei Treuhand, Stasi und Demokratie. „Das erfordert genaue Recherchen“, sagte der Autor, der auch für die Fortsetzung größten Wert auf Authentizität legt. Während die Stasi gut ausgeforscht sei, gebe es zur Treuhand Widersprüchliches. Es habe Raubrittertum, aber auch Ostdeutsche in der Behörde gegeben. Wie er in Gesprächen erfahren habe, waren „manche der schlimmsten Plattmacher gewendete Direktoren“, die ihr ideologiegefärbtes Kapitalismus-Verständnis radikal umsetzten. Diese Bandbreite zu vermitteln, gehöre zu den Schwierigkeiten.Das Buch enthalte mehrere Geschichten und auch Überhänge aus dem „Turm“. So werde Anne Hoffmann zur Hauptfigur. „Christian fängt an, in Leipzig Medizin zu studieren, und es wird wohl auch einen Westdeutschen geben.“ Die in der Bürgerrechtsszene aktive Anne geht in die Politik, nach Berlin. „So weit ich jetzt sehe und sie kenne, wohnt sie erst mal mit Judith Schevola zusammen.“ Beide Frauen werden in der Volkskammer sein, alle Höhen und Tiefen mitbekommen.

Das Schicksal von Annes Bruder Meno Rohde ist Tellkamp indes noch unklar. „Ich bin selber gespannt, was mit ihm passiert.“ Der Verlag der Lektors werde, wie die meisten ostdeutschen Verlage, zugrunde gehen. „Das ist klar.“ Wo die Geschichte enden wird, weiß der Autor noch nicht. „Die Zeit ist prinzipiell offen, im Grunde bis heute.“

Wo er den letzten Punkt setzt, hänge auch von den Stoffmengen ab. „Dieses Buch erfasst mich vollkommen.“ Manchmal gehe er wegen des Grabens in der Vergangenheit buchstäblich auf dem Zahnfleisch. „Trotzdem hat das Buch eine Energie entwickelt, wo ich sage: doch, auch wenn alles andere zurücksteht, das muss sein.“

dpa

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