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Dresdner Richter Archiv in Platznot - Ausstellung in Vorbereitung

Dresdner Richter Archiv in Platznot - Ausstellung in Vorbereitung

Das Gerhard Richter Archiv in Dresden wird langsam zu klein. „Es platzt aus allen Nähten“, sagt Leiter Dietmar Elger. „Wir stoßen räumlich an die Grenzen und können durch die ständigen Zugänge schon kaum noch etwas lagern.

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Hoch gehandelt: Gerhard Richter.

Quelle: dpa

“ Nötig sei mindestens ein weiterer Raum in der Nähe. „Denn wir wissen jetzt schon nicht, wo wir Fotoarbeiten hinstellen sollen, und auch für die Kunst ist kein Platz.“ Der mit meterhohen Schränken und Regalen und Arbeitsplätzen ausgefüllte Raum reiche höchstens noch zwei Jahre. „Wir haben gestaut und geschoben, Lücken geschlossen und zweireihig gestellt“, sagte Elger. An einer Lösung werde gemeinsam mit der Generaldirektion der Staatlichen Kunstsammlungen bereits gearbeitet.

Auch für Neuzugänge wie die 20 kleinen Tafeln „Neun Farben“ von 1971 und die 1,20 mal 1,50 Meter große Landschaftszeichnung auf Leinwand „Gebirge (Pyrenäen Z)“ von 1968. „Sie wurden vor 40 Jahren von Richter eingelagert“, sagte Elger. Jetzt hat er die Arbeiten dem Archiv geschenkt. Richter, der in Dresden geboren wurde und in Köln lebt, gehört zu den teuersten Gegenwartskünstlern der Welt. „Ich dachte, die Farbtafeln gibt es nicht mehr, weil sie nirgends auftauchten“, sagte Elger. Er hat zudem die Originalvorlage von Richter und Sigmar Polke für ihren Ausstellungskatalog von 1966 in der Galerie h Hannover erworben. „Die Blätter sind handgeklebt, Texte mit Maschine getippt und markiert, Fotos bearbeitet.“

Nach sieben Jahren schaut Elger bei der Suche nach Material nicht mehr systematisch in die Vergangenheit. Der Markt in dem Bereich sei auch ziemlich leergekauft. „Die allermeisten Drucksachen haben wir. Und Unikate tauchen nur selten auf und sind teuer.“ Elger bemüht sich derzeit um ein Buch mit Illustrationen aus Richters Düsseldorfer Zeit. Die 80 Blätter will er gern als Faksimile-Buch veröffentlichen. „Wir haben ähnliche Illustrationen aus der Dresdner Zeit“, sagte er und zeigt auf sich tummelnde stilisierte Männchen, manche mit Hut.

Hauptbeschäftigung bleibt aber das Katalogprojekt, das rund die Hälfte der Arbeit des Archivs derzeit ausmacht. „Wir haben gerade das zweite Buch, Band 3, für die Jahre 1976 bis 1987 herausgegeben.“ Das Richter-Werkverzeichnis soll bis 2019 abgeschlossen sein und erstmals Informationen zur Provenienz von insgesamt 3400 Werken geben. Dafür recherchiert Elger auch mit Richters Unterstützung. Statt der geplanten fünf werden es wohl sechs Bände, sagte Elger. „Wir haben gemerkt, dass Zeitabstände und Umfang pro Ausgabe zu groß sind.“

Zudem bereitet das Archiv aktuell eine weitere Dresdner Richter- Ausstellung vor: „Streifen und Glas“ (14. September bis 5. Januar 2014). Die meisten der brandneuen Arbeiten sind erstmals überhaupt zu sehen. „Die Glasscheiben werden sogar erstmals überhaupt aufgebaut“, sagte Elger. Auch die großformatigen Streifenarbeiten - zwei messen sogar zwei mal zehn Meter - hängen bisher nur in Richters Atelier.

Seine Geburtsstadt Dresden könnte laut Elger für Richter ein Ort werden, an dem er seine Kunst öffentlich überprüfen kann; und das Archiv zu einer Art verlängertem Atelier. „Beim Künstler besteht immer eine gewisse Unsicherheit und Skepsis, ob die Arbeiten gut ankommen.“ Für fast vier Monate wird das Albertinum nun einmal mehr zu einem Mekka für seine und Fans der Gegenwartskunst.

dpa

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