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Dresdner Philharmonie plädiert mit offenem Brief nochmals für Kulturpalast-Umbau

Dresdner Philharmonie plädiert mit offenem Brief nochmals für Kulturpalast-Umbau

Unmittelbar vor den anstehenden Stadtratsentscheidungen über wegweisende Kulturinvestitionen haben sich sowohl die Dresdner Philharmonie als auch der Kulturbeirat der Stadt noch einmal zu Wort gemeldet.

In zwei Schreiben wurden gestern die Stadträte dazu ermutigt, bei den für heute und morgen erwarteten Entscheidungen zum Umbau des Kulturpalastes und des ehemaligen Heizkraftwerks Mitte zum Theater- und Operettenstandort den eingeschlagenen Weg weiter zu beschreiten.

Der Kulturpalast-Umbau kostet einschließlich Risiko-Rahmen rund 80 Millionen Euro. Derzeit verfügt die Stadt nach dem Wegfall von Fördermitteln aber nur über 45 Millionen Euro. Auf der anderen Seite steht das Kunst- und Kulturkraftwerk Mitte, das mit rund 90 Millionen Euro zu Buche schlägt, wovon 70,7 Millionen gedeckt sind. Kämmerer Hartmut Vorjohann (CDU) hatte unlängst in einem Papier vorgeschlagen, das Projekt Kulturkraftwerk auf unbestimmte Zeit zu verschieben (DNN berichteten).

Die Philharmonie bezeichnete das Vorhaben eines neugestalteten Kulturpalastes in einem offenen Brief an die Fraktionen im Stadtrat als alternativlos. Dresden würde damit zu einer "attraktiven Konzertspielstätte" verholfen, die wiederum auch interna- tionale Gastorchester an die Elbe locken könnten, "die unsere Stadt gegenwärtig meiden". "Nach nunmehr fast zwanzigjähriger Diskussion zu diesem Thema und mehreren bislang aber nicht umgesetzten Stadtratsbeschüssen bietet sich gegenwärtig die vermutlich auf lange Zeit einmalige Gelegenheit, dieses für die Dresdner Kultur so wichtige Projekt in die Tat umzusetzen."

Außerdem sei die Entwicklung der Philharmonie selbst mit dem Umbau verknüpft. Die Qualität des Orchesters könne somit nicht nur auf Reisen, sondern auch vor dem Dresdner Publikum präsentiert werden, hieß es. "Um ihren hohen künstlerischen Standard halten zu können, muss die Philharmonie attraktiv genug sein für die besten Solisten, die besten Dirigenten und den besten Künstlernachwuchs", argumentierten die Musiker. Ein Scheitern des Vorhabens würde außerdem auch der Bedeutung der Stadt als europaweit anerkannter Kulturstandort schaden.

Fast zeitgleich machte sich der Kulturbeirat nochmals für das Kulturkraftwerk Mitte stark. Eine gegenseitige Aufrechnung mit dem Umbau des Kulturpalastes dürfe es nicht geben, schrieb Torsten Tannenberg, Vorsitzender des Kulturbeirates und Geschäftsführer des Sächsischen Musikrates. "Philharmonie, Herkuleskeule, Stadtbibliothek, Theater Junge Generation und Staatsoperette brauchen Planungssicherheit ebenso wie das Kulturkraftwerk", betonte er. Der "seit 20 Jahren aufgebaute Stau bei den Investitionen in Kulturbauten in Dresden" müsse aufgelöst werden, forderte Tannenberg. DNN

www.dresdnerphilharmonie.de

www.ig-kraftwerk-mitte.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.04.2012

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