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"Dresdner Operngala" in der Musikhochschule: Mit dabei ist Claudia Mahnke

"Dresdner Operngala" in der Musikhochschule: Mit dabei ist Claudia Mahnke

Zu einer opulenten "Dresdner Operngala" wird am Wochenende in den Konzertsaal der Hochschule für Musik eingeladen. Auf dem Programm dieses 9. Alumnikonzertes stehen Ausschnitte aus Opern, die in Dresden komponiert und/oder uraufgeführt wurden, darunter "Der Freischütz", "Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke", "Ariadne auf Naxos", "Tannhäuser", "Levins Mühle", "Der Rosenkavalier".

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Claudia Mahnke

Quelle: Monika Rittershaus

Bedeutende Opernkomponisten haben in Dresden ihre Spuren hinterlassen - renommierte Sängerinnen und Sänger sind aus der hiesigen Musikhochschule hervorgegangen, von denen einige für dieses Konzert an den Ort ihrer Ausbildung zurückkehren. Sie musizieren am Sonnabend und Sonntag, jeweils 19.30 Uhr gemeinsam mit Studierenden der Opernklasse und dem Hochschulsinfonieorchester unter Leitung von Ekkehard Klemm (30.5.) und Dirigierstudenten (31.5.).

Im Rahmen der Operngala wird zudem Prof. Andreas Baumann aus dem Amt des Prorektors für Künstlerische Praxis verabschiedet. Von 1991 bis Sommer 2014 war der Regisseur Leiter der Opernklasse und hat in dieser Zeit Generationen von jungen Sängern das Rüstzeug für den Beruf als Opernsänger mit auf den Weg gegeben.

Eine seiner ersten Studentinnen in der Opernklasse war die heute international gefragte Mezzosopranistin Claudia Mahnke. Nach dem Gesangsstudium bei Prof. Heidi Petzold und Engagements in Chemnitz und Stuttgart wurde sie 2006 Mitglied des Solistenensembles an der Oper Frankfurt, gastiert an bedeutenden Bühnen weltweit und ist im Sommer wieder bei den Bayreuther Festspielen zu erleben.

"Das Besondere an Baumanns Unterricht waren seine Vitalität, sein Witz, das Vertrauen, dass er in uns alle hatte. Er konnte uns begeistern und motivieren. Ihm habe ich zu verdanken, frei und mit unendlichem Vergnügen in Rollen schlüpfen zu können" - so Mahnke. Sie sang damals den Cherubino in Baumanns erster Opernproduktion als Leiter der neu gegründeten Opernklasse ("Die Hochzeit des Figaro" unter Roland Kluttig und Milko Kersten, Premiere am 25. Mai 1991 im Theater Meißen) und bezeichnet die Mitwirkung an jener Hochschulinszenierung als ausschlaggebend für ihre gesamte Laufbahn: "Durch diese Arbeit war ich für immer tief verbunden mit der Oper". Schon früh war es ihr Traum gewesen, einmal die Rolle des Octavian verkörpern zu dürfen, aber auch die des Komponisten - mit Ausschnitten aus den Strauss-Opern "Der Rosenkavalier" und "Ariadne auf Naxos" ist sie auch zur Operngala zu erleben.

Beide Partien haben ihre Karriere entscheidend geprägt. Ihren ersten Komponisten sang sie 1996 in einer Baumann-Inszenierung unter Christian Kluttig in Koblenz. "Zu dieser Zeit wusste ich schon, dass ich nach vier Jahren in Chemnitz an die Stuttgarter Staatsoper wechseln werde, und lud zu einer Vorstellung die damalige Operndirektorin von Stuttgart ein." Pamela Rosenberg hatte Mahnke beim Belvedere Wettbewerb in Wien entdeckt, engagierte sie nach Stuttgart, besetzte sie 1998 als Octavian und holte sie 2002 - nun als Intendantin in San Francisco - mit der Partie des Komponisten an die San Francisco Opera. Als Octavian stand Mahnke auch am Aalto Theater Essen (2004) und an der Oper Köln (2009) auf der Bühne, als Komponist begeisterte sie an der Komischen Oper Berlin (1999-2001) und an der Oper Frankfurt (2013-2015).

Neben ihrem dortigen festen Engagement gastierte die gefragte Sängerin auch in Lyon, Seoul, München, Madrid, zuletzt als Judith in Bartoks "Herzog Blaubarts Burg" an der Los Angeles Opera, aber leider nie in Dresden, was sie sehr bedauert. Seit dieser Spielzeit singt Claudia Mahnke in Frankfurt eine ihrer weiteren Traumpartien - die Kundry in Wagners "Parsifal" - und bei den Bayreuther Festspielen 2015 wieder Fricka und Waltraute im "Ring". Nächste Spielzeit steht sie in Frankfurt als Marie in Bergs "Wozzeck" auf der Bühne.

Weitere namhafte Solisten der Dresdner Operngala sind die Sopranistinnen Stephanie Krone (Landesbühnen Sachsen) und Romy Petrick (Sächsische Staatsoper Dresden), der Bariton Henryk Böhm (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover), der Tenor Falk Hoffmann (MDR Rundfunkchor) sowie der freischaffend arbeitende Countertenor Martin Wölfel. Das Programm wird moderiert von Bettina Volksdorf und ist am 2. Juni bei MDR Figaro in der Sendung "Die nächste Generation" zu hören.

Sonnabend / Sonntag 19.30 Uhr Konzertsaal der Hochschule für Musik Dresden. Kombitickets zu 18 (erm. 12,50) Euro an den Reservix-Vorverkaufskassen, unter www.reservix.de und an der Abendkasse. www.hfmdd.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.05.2015

Silke Fraikin

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