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Dresdner Musikfestspiele suchen noch Teilnehmer für Aktionstag am 28. Mai

Der Traum einer klingenden Stadt Dresdner Musikfestspiele suchen noch Teilnehmer für Aktionstag am 28. Mai

Dresden soll Ende Mai sozusagen flächendeckend musikalisch werden. Die Idee dieser „klingenden Stadt“ stammt von Musikfestspiel-Intendant Jan Vogler. Noch werden Mitstreiter gesucht, Profis wie Amateure gleichermaßen.

Fürs Projektorchester werden vor noch allem Bratschisten, Cellisten, Trompeter und Hornisten gesucht.

Quelle: Robert Jentzsch

Dresden. Eine Stadt klingt immer irgendwie. Sei es Vogelgezwitscher, Straßenmusik oder Baustellenlärm. Wie wäre es aber, wenn man dem Ganzen ein System gäbe, eine Melodie etwa? Jan Vogler, Intendant der Dresdner Musikfestspiele, träumt diesen Traum. Unter dem Motto „Ode an die Freude“ möchte er am 28. Mai ab 15 Uhr Dresden für eine Stunde in eine klingende Stadt verwandeln. Dazu starteten die Dresdner Musikfestspiele im Januar einen großen Aufruf an Solisten, Ensembles, Chöre, Orchester und Bands. Stilistische Einschränkungen gibt es keine: Von Pop, Jazz bis Klassik ist alles erlaubt und gewünscht.

„Ich möchte alle Dresdner, die ein Instrument gelernt haben, mit dieser Aktion zusammenbringen“, beschreibt Vogler seine Intention zu diesem ungewöhnlichen Projekt. Denn er ist überzeugt, dass „gerade in einer Musikstadt wie Dresden ein unglaubliches Potenzial für so eine gemeinsame Aktion schlummert!“ Interessierte können entscheiden, ob sie sich unter dem genannten Motto mit eigenen musikalischen Beiträgen beteiligen oder dem eigens gegründeten Projektchor sowie Projektorchester anschließen möchten. Gerade letzteres scheint besonders reizvoll zu sein, da es die einmalige Gelegenheit bietet, mit namhaften Dresdner Musikerpersönlichkeiten zusammen zu arbeiten: Während die Registerproben Musiker der Dresdner Philharmonie übernehmen, obliegt die musikalische Leitung dem Dirigenten Ekkehard Klemm, Professor und ehemaliger Rektor der hiesigen Musikhochschule. Ziel ist die Einstudierung und Aufführung des berühmten vierten Satzes aus Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie, von dem insbesondere das grandiose Chorfinale über Schillers Gedicht „An die Freude“ seinen eigenen Siegeszug als Europahymne antrat und seit jeher wie kaum ein anderes Werk für Völkerverständigung und Frieden steht.

Bislang sind etwa 400 Anmeldungen eingegangen. Der Projektchor ist mit 120 Sängern und Sängerinnen schon recht gut besetzt. Das Projektorchester, das bisher rund 60 Musiker zählt, könnte hingegen noch Verstärkung gebrauchen. Vor allem Bratschisten, Cellisten, Trompeter und Hornisten werden noch gesucht. Darüber hinaus haben sich verschiedene Institutionen gemeldet, die das Projekt mit eigenen Aktionen unterstützen möchten, so etwa die JugendKunstschule Dresden. Auf Schloss Albrechtsberg veranstaltet sie im Rahmen der „Klingenden Stadt“ einen Sängerwettstreit, an dem Dresdner Schulchöre teilnehmen können. „Es handelt sich in erster Linie um ein musikalisches Zusammentreffen, nicht um einen Wettbewerb. Im Vordergrund steht das Zusammensein, das musikalische Miteinander“, erklärt Initiatorin Claudia Sebastian-Bertsch. Auch die Bundeswehr hat sich für die Teilnahme ausgesprochen und wird mit dem 50 Mann starken Orchester des Erfurter Luftwaffenmusikkorps an verschiedenen Plätzen der Innenstadt vertreten sein. Wo genau die klingenden Orte sein werden, ist noch in Planung. Nur so viel sei verraten: Der Dresdner Altmarkt und Neumarkt sowie das Verkehrsmuseum Dresden werden mit Sicherheit einbezogen.

Hinter dem Projekt steckt vor allem aber auch eine Botschaft: „Die klingende Stadt soll ein Zeichen sein, für die Kraft der Musik und Dresden als lebendige Kulturstadt“, sagt Vogler. „Wir möchten Dresden von seiner offenen, integrativen Seite zeigen.“ Dafür scheint Beethovens „Ode an die Freude“ eine ausgezeichnete Wahl zu sein. Interessierte können sich noch bis zum 1. März anmelden.

Von Kathleen Goldammer

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