Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Dresdner Museen profitieren vom langen Winter - Verkehrsmuseum mit besten Besucherzahlen seit 1989

Dresdner Museen profitieren vom langen Winter - Verkehrsmuseum mit besten Besucherzahlen seit 1989

Wann wird's mal wieder richtig Frühling? So lautete spätestens seit Mitte März die bange Frage vieler Dresdner. Zu trüb und kalt war es lange Zeit. Dennoch gab es auch Profiteure des miserablen Wetters.

Besonders einige Dresdner Museen konnten sich zwischen Januar und März über rekordverdächtige Besucherzahlen freuen.

"Der März dieses Jahres war mit über 20000 Besuchern doppelt so stark wie voriges Jahr. Die Zahlen der letzten Tage seit Ostern sind sogar noch besser. Wir haben derzeit knapp 2000 Besucher täglich, was wirklich ein Höchstwert ist, wie er seit der Wende nicht mehr erreicht wurde", sagt der Direktor des Verkehrsmuseums, Joachim Breuninger.

Ähnlich erfreulich war die Entwicklung im Hygiene-Museum. "Während der eisigen Temperaturen hatten wir durchaus höhere Besucherzahlen, allerdings haben dabei sicherlich auch die Osterferien eine Rolle gespielt", sagt Sprecher Christoph Wingender. Insgesamt kamen etwa 65000 Besucher von Januar bis Ende März in das Museum, was einem Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Obwohl Wingender die Schwankung für zu gering für eine Interpretation hält, kann auch er eine Kausalität zwischen Wetter und Besucherzahlen bestätigen.

"Als das Wetter vor zwei Wochen sowohl sonnabends als auch sonntags schlecht war, hatten wir an einem Tag 1700 und am anderen 1600 Besucher." Dieses Bild habe sich deutlich geändert, als es am Sonntag, dem 7. April, plötzlich freundlicher wurde. "Im Gegensatz zu 1200 Besuchern am Sonnabend kamen am Sonntag dann nur noch 750 vorbei. Daher kann man schon pauschal sagen: Wenn der Frühling ausbricht, gehen die Dresdner an die Elbe", sagt Wingender.

Auf eine stolze Steigerung von 62 Prozent blickt indes das Stadtmuseum zurück. Bis Ende März haben nach Angaben der Einrichtung knapp 15000 Menschen die Ausstellung besucht. Korrekterweise muss aber auch hier angemerkt werden, dass der Effekt neben dem schlechten Wetter auch mit einer Änderung des Ausstellungsprogramms zusammenhängen könnte. Während es sich im Vorjahr um eine reine Weihnachtsausstellung handelte, die am 6. Januar zu Ende war, wurde diesmal das Thema breiter gefasst und die Ausstellung bis in den März hinein verlängert.

Beeindruckend klingt die Entwicklung der Besucherzahlen auf den ersten Blick beim Kraszewski-Musum in der Neustadt, das einen Anstieg von ganzen 84 Prozent verzeichnen konnte. Ob das jedoch am Wetter, der Neuausrichtung des Museums oder der Tatsache, dass sich 2012 von Januar bis Ende März nur 500 Menschen für das Ausstellungsangebot interessierten, lag, lässt sich nicht mit letzter Sicherheit sagen.

Vielschichtig sind die Gründe auch beim Residenzschloss. So kamen zwar vom 1. Januar bis 31. März mit 307000 Besuchern gegenüber dem Vorjahreszeitraum 158000 zusätzliche Gäste in die historischen Hallen, was sich aber auch mit der großen Sonderausstellung "Zwischen Orient und Okzident. Schätze des Kreml von Iwan dem Schrecklichen bis Peter dem Großen" mit knapp 55000 Besuchern sowie der Eröffnung des neuen Riesensaales am 19. Februar mit bisher 53000 Besuchern erklären lässt. "Im Vergleichszeitraum 2012 gab es weder eine solche Sonderausstellung noch eine solche Eröffnung einer neuen Dauerausstellung", betont der Pressesprecher der Staatlichen Kunstsammlungen, Stephan Adam.

Trotzdem gibt es auch ohne diese "Sondereffekte" ein Besucherplus von etwa 50000 Gästen gegenüber dem Vorjahr. Und so trivial es klingt, manchmal ist es am Ende eben doch das Wetter, das den Ausschlag gibt, ob jemand ins Museum geht oder nicht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.04.2013

Stephan Hönigschmid

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr