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Dresdner Kupferstich-Kabinett öffnet seine Zeichen-Schatzkammer

Dresdner Kupferstich-Kabinett öffnet seine Zeichen-Schatzkammer

Porträts, Natur und Fantasien: Die Ausstellung „Zeichnen im Zeitalter Bruegels" gewährt bis zum 22. Januar 2012 Einblick in die Schatzkammer der niederländischen Zeichnungen des 16. Jahrhunderts im Dresdner Kupferstich-Kabinett.

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Eine sogeannnte "Fischleimpause - eine absolute Rarität - wird jetzt erstmals ausgestellt.

Quelle: dpa

Dabei ist erstmals die kürzlich in seinem Bestand entdeckte sogenannte Fischleimpause zu sehen. „Sie ist das zweite erhaltene Exemplar weltweit und damit eine absolute Rarität", sagte Museumsdirektor Bernhard Maaz am Donnerstag. Der andere Vorläufer des Transparentpapiers, mit dem Künstler vor 500 Jahren Motive auf Gemälde übertrugen, befindet sich im Kunstmuseum Basel.

Im Dresdner Residenzschloss zeugen rund 100, teilweise noch nie ausgestellte Arbeiten von Meistern wie Pieter Bruegel der Ältere, Frans Floris, Hendrik Goltzius, Jan Gossaert oder Dirck de Vries vom einzigartigen Reichtum des Bestandes. In abgedunkelten Räumen hängen frühe Rötelstudien, Zeichnungen mit rotem breitkörnigem Kreidestift auf Papier, Studien von Insekten, die damals als eigenes Sujet erkannt wurden, von Löwen und Fischköpfen, antiken Landschaften sowie Bibel- und Götterszenen aus der Antike. „Man schaut nicht nur in die Werkstatt der Kunstgeschichte, sondern in die Werkstätten der Künstler vor 400, 500 Jahren", sagte Maaz.

Auf der 113 mal 203 Millimeter großen Pause aus Fischleim befinden sich mit schwarzer Feder gezeichnete Studien von Burganlagen, Bäumen und Bauernhäusern. „Ausgekochten Fischleim, eine gelatineartige Lösung, strich man dünn auf glatter Unterlage aus und ließ ihn trocknen", sagte Kurator Tobias Pfeifer-Helke. „Dann konnten Motive aus Kupferstichen oder Zeichnungen abgepaust oder ausgeschnitten und auf die Grundierung von Gemälden gelegt und übermalt werden." Das Wie zeigt auch ein Film, für den Papierrestauratoren eine „carta lucida" nach historischem Rezept herstellten.

Die Schau ist Ergebnis eines Forschungsprojekts zur Typologie des Genres. Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft wurden die 750 teils in Klebebänden aufbewahrten Dresdner Blätter bearbeitet, auch naturwissenschaftlich und materialtechnisch untersucht. Die Ergebnisse flossen in ein mit Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung (München) erstelltes Standardwerk.

Im Dresdner Bestand sei die Zeichenkunst des 16. Jahrhunderts mit allen wichtigen Bereichen vertreten, da er auf der 10 202 Werke umfassenden Sammlung des Leipziger Ratsherrn Gottfried Wagner (1652-1725) basiere, sagte Pfeifer-Helke. Diese war 1728 erworben worden.

dpa

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