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Dresdner Kupferstich-Kabinett erwirbt Zeichnungen - NS-Raubkunst erwiesen

Dresdner Kupferstich-Kabinett erwirbt Zeichnungen - NS-Raubkunst erwiesen

Das Dresdner Kupferstich-Kabinett hat vier Zeichnungen erworben, die seit den 1940er-Jahren im Bestand und einst jüdisches Eigentum waren. Bei der Erforschung der Herkunft im Zuge eines Projekts zum sogenannten Sonderauftrag Linz stellte sich heraus, dass es sich bei den Blättern um NS-Raubkunst handelt, wie die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) am Mittwoch mitteilten.

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Blick ins Dresdner Kupferstich-Kabinett.

Quelle: Dietrich Flechtner

Die Werke von Heinrich Friedrich Füger (1751-1818) und Wilhelm Leibl (1844-1900) konnten nun in Kooperation mit den Erben der früheren Eigentümer für das Kupferstich-Kabinett erhalten werden. Leibls Skizze „Der Profilraucher“ zählte zur Sammlung des Dresdner Fabrikanten Sigmund Waldes, der unter Aufgabe seiner Besitztümer nach Amerika emigrieren konnte. Fügers Figurstudien gehörten der Wienerin Valerie Eisler, die von den Nazis deportiert und ermordet wurde.

Die SKD sind Vorreiter der Provenienzforschung in deutschen Museen. Seit 2008 finanziert Sachsen über das „Daphne“-Projekt die Analyse von Herkunft und Geschichte ihrer Bestände. Dabei geht es auch um das Erbe des „Sonderauftrags Linz“ für Hitlers geplantes „Führermuseum“. Dessen Sitz war die Dresdner Gemäldegalerie. Deren Direktoren Hans Posse und Hermann Voss beschlagnahmten zwischen 1939 und 1945 auch Kunstwerke aus jüdischen Sammlungen. Obwohl Dresden nur die Durchgangsstation war, blieben manche Stücke bei Kriegsende zurück.

dpa

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