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Dresdner Kreuzchor steht nach Selbstzensur in der Kritik

Dresdner Kreuzchor steht nach Selbstzensur in der Kritik

Weil der Dresdner Kreuzchor auf einer China-Tournee auf das Lied „Die Gedanken sind frei“ verzichtet hat, wird er nun heftig kritisiert. Der Deutsche Musikrat attackierte Chorleiter Peter Kopp in ungewöhnlicher Schärfe.

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Der Dresdner Kreuzchor

Quelle: Matthias Krüger

Die Reaktion Kopps sei „ein Kniefall vor der autoritären Regierung der Volksrepublik China“, erklärte Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates, am Montag in einer Stellungnahme: „Es ist schockierend, wenn der künstlerische Erfolg einer Tournee über das Grundverständnis unserer freiheitlich-demokratischen Werte gestellt wird. Freiheit darf nicht verhandelbar sein - auch und gerade in der Kultur.“

Der Dresdner Kreuzchor hatte das Freiheitslied mit einem Text aus dem 18. Jahrhundert auf Empfehlung der deutschen Agentur, die das Gastspiel begleitete, aus dem Repertoire genommen. Auf diese Weise wollte man einer möglichen Ablehnung des Liedes durch die chinesische Zensur zuvorkommen. Die Leitung des Kreuzchores sieht sich nun zu Unrecht in der Kritik. Eine politische Demonstration mit Minderjährigen - in welcher Form auch immer - sei grundsätzlich nicht zu vertreten und deshalb in aller Deutlichkeit abzulehnen, hatte Kopp unlängst in einem Beitrag der Dresdner Neuesten Nachrichten gesagt.

dpa

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