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Dresdner Kreative planen Nutzung der Alten Feuerwache in der Katharinenstraße

Dresdner Kreative planen Nutzung der Alten Feuerwache in der Katharinenstraße

Auf Einladung des MOVE IT-Filmfestivals und des Kultur- und Kreativwirtschaftsverbandes „Wir gestalten Dresden“ haben sich am Donnerstagabend in der Nikkimanufaktur auf dem Lößnitz-Areal Dresdner Kreative getroffen, um darüber zu sprechen, wie die Alte Feuerwache in der Katharinenstraße in Zukunft genutzt werden soll.

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Quelle: Julia Vollmer

Ende März hatte sich der Stadtrat mit großer Mehrheit gegen einen Verkauf des Objekts in der Neustadt ausgesprochen und der Verwaltung den Auftrag erteilt, die Räume an Künstler und Kreative zu verpachten. Auf diese Weise möchte die Politik der Kreativwirtschaft unter die Arme greifen und auf die stark gestiegenen Mieten für Ateliers und Büroräume reagieren.

„Das ist eine einmalige Chance, die wir nutzen sollten“, sagte Vorstandsmitglied Friedemann Rentsch von „Wir gestalten Dresden“. Allerdings werde die Stadt nicht an jeden einzelnen Interessenten Räume verpachten, weshalb es am besten für jedes der zwei Häuser der Feuerwache einen Betreiber geben sollte, so Rentsch.

Die Feuerwache Neustadt auf der Katharinenstraße 9 bietet insgesamt 1275 Quadratmeter Platz. Im Vorderhaus, dem Altbau mit dem markanten Feuerwehrmann an der Fassade, sind es 890 Quadratmeter und im zweiten Gebäude auf dem Innenhof, einem Zweckbau aus den 1970er Jahren, noch einmal 385 Quadratmeter. Einig waren sich die Teilnehmer der Diskussionsrunde, dass das Konzept langfristig tragen sollte, damit man in fünf Jahren nicht wieder von vorn anfangen muss.

Der für den Frühherbst vorgesehene Ausschreibungszeitraum von vier bis sechs Wochen, den die Stadt anvisiert, wurde von den Anwesenden aber als zu kurz angesehen. „Wir sind kein einzelner Investor. Deshalb ist für die Abstimmung und Koordination mehr Zeit notwendig“, betonte Friedemann Rentsch.

Trotzdem sind die Vorstellungen schon sehr konkret. Mirko Sennewald vom Verein Kultur Aktiv legte ein detailliertes Konzept vor, das er in den vergangenen Jahren unter anderem mit dem Betreiber der Groove Station, Stefan Schulz, erarbeitet hat. Es sieht eine Mischnutzung des Hauses mit gesunden Unternehmen, Kulturvereinen und Start-up-Firmen vor. „Aus diesem Grund müssen wir die Mieten staffeln, damit wir den Wettbewerb mit anderen Dresdner Firmen nicht verzerren“, sagte Sennewald.

Obwohl sich das Kreativzentrum selbst tragen soll, möchten die Kreativen nicht, dass die finanziellen Aspekte im Vordergrund stehen. Friedemann Rentsch wünscht sich deshalb eine neue Form der Ausschreibung: „Ich hoffe, dass die Vergabe der Räume nicht wie bei anderen Ausschreibungen an denjenigen erfolgt, der am meisten zahlt, sondern es stattdessen einen Wettstreit um die besten Ideen gibt.“

Sollte alles planmäßig laufen, kann die Alte Feuerwache ab März 2015 von der Dresdner Kreativwirtschaft genutzt werden. Während dieses Prozesses hat der Kulturausschuss des Stadtrates eine beratende Funktion, während die endgültige Entscheidung im Wirtschaftsausschuss fällt. Es sei wichtig, dass das Vorhaben gelingt, um einen kreativen Hotspot in der Neustadt zu etablieren und die Künstler und Kreativen nicht an den Stadtrand zu verdrängen, sagte Stadtrat Torsten Schulze (Grüne), der die Infoveranstaltung mitorganisiert hatte.

von Stephan Hönigschmid

Stephan Hönigschmid

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