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Dresdner Hygiene-Museum zeigt Schattenseiten der Mode

Hungerlöhne und Wegwerfsachen Dresdner Hygiene-Museum zeigt Schattenseiten der Mode

Mode verzaubert und verführt. Die Fast Fashion-Industrie ermöglicht aktuellen Lifestyle für kleines Geld. In Wirklichkeit ist das sehr teuer - wie eine Schau in Dresden zeigt.

Quelle: dpa

Dresden. Billigslips oder Recyclingkleid: Unter dem Titel „Fast Fashion. Die Schattenseite der Mode“ gewährt das Deutsche Hygiene-Museum Dresden anhand von Fotos, Filmen und Objekten Einblick in die Glitzerwelt. Die vom Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg konzipierte und zum zweiten Mal präsentierte Schau nimmt das globale Dreieck von Konsum, Ökonomie und Ökologie unter die Lupe, wie die Kuratoren am Freitag wenige Stunden vor der Eröffnung sagten. Der Rundgang führt von Fast Fashion bis Slow Fashion, reicht von Fotos vom Einsturz einer Textilfabrik 2013 in Bangladesch bis zum Catwalk mit „grüner“ Mode.

 Unter dem Titel „Fast Fashion. Die Schattenseite der Mode“ gewährt das Deutsche Hygiene-Museum Dresden anhand von Fotos, Filmen und Objekten Einblick in die Glitzerwelt.

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Bilder, Filme, Dokumente, Kunst und Kleidung zeichnen den Prozess nach vom Baumwollanbau bis zur Kleider-Zweitverwertung. Dabei werden Besucher mit teils katastrophalen Arbeitsbedingungen der Näherinnen ebenso konfrontiert wie mit der Sehnsucht nach ständig Neuem der Konsumenten, die die Fast Fashion-Industrie zum wirtschaftlichen Erfolgsmodell macht.

So zeigt eine Tafel das Werden einer Jeans. Sie legt bis zum Verkauf und der Altkleiderentsorgung in Sambia 40 000 Kilometer zurück: Baumwolle aus Usbekistan in Indien gesponnen und gewebt, in China gefärbt, in Bangladesch genäht und in der Türkei veredelt, in Deutschland verkauft und entsorgt.

Näherinnen aus Bangladesch berichten über Akkordarbeit, eine Grafik zeigt die Gewinnspanne von 30 Prozent an einem T-Shirt und eine Computeranimation, wie der Aralsee durch die Baumwollproduktion zwei Drittel seiner Größe eingebüßt hat. Die Schau soll auch vor Augen führen, dass Jeder etwas ändern kann - durch anderes Kaufverhalten, verwiesen die Kuratoren auf den letzten Raum zu Slow Fashion: Auf dem Catwalk sind Entwürfe von Kleidung versammelt, die Nachhaltigkeit und Eleganz vereinen.

dpa

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