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Dresdner Galerie Felix zeigt Bernd Grams’ Elbtal-Fotografien in schwarz/weiß

Ausstellung Dresdner Galerie Felix zeigt Bernd Grams’ Elbtal-Fotografien in schwarz/weiß

Die Galerie Felix zeigt Fotografien von Bernd Grams. Es ist dabei eine Auswahl aus seinem Werk zu sehen, die sich speziell dem Elbtal um Dresden widmet, darunter Aufnahmen vom Elbhang sowie seinen schönsten Orten Pillnitz und Hosterwitz.

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Bernd Grams. Elbwiesenwolkenschiffe“ (2013)

Quelle: Bernd Grams

Dresden. Geeigneter konnte der Ort für die Fotografieausstellung von Bernd Grams (geb. 1953) nicht gewählt sein. In der Galerie Felix ist eine Auswahl aus seinem Werk zu sehen, die sich speziell dem Elbtal um Dresden widmet, darunter Aufnahmen vom Elbhang sowie seinen schönsten Orten Pillnitz und Hosterwitz. Die Galeristin Lieselotte Rojas Sanoja hat den schreibenden Fotografen entdeckt, der schon mit zahlreichen Fotobüchern auf sich aufmerksam gemacht hat, darunter ein Südindienbuch. Neben seiner Fotografie schreibt Grams auch Texte und kurze Sketchs, von denen einer zur Vernissage von Sibylle Muth (Fernsehjournalistin beim MDR) und der Schauspielerin Mandy Partzsch in einer „Erstaufführung“ vorgetragen wurde. In diesem kleinen Text begegnen sich Drinnen und Draußen als allegorische Wesen, die miteinander flirten und streiten und schließlich zueinander kommen, indem jeder die Welt des anderen und ihre Schönheiten für sich entdeckt. Mit diesem skurrilen und enigmatischen Text spielt er auch auf seine fotografische Arbeit an. So schreibt Bernd Grams in seinem Statement zur Ausstellung unter anderem: „Es gibt Momente, in denen sehnt sich das Drinnen nach Draußen. In solchen Momenten übermannt den Fotografen das Verlangen, das Bild, das er im Sucher der Kamera sieht, festzuhalten. In solchen Momenten kommt es vor, dass er in einen Rauschzustand versetzt und von Motiv zu Motiv gezogen wird.“

Seit ungefähr 15 Jahren kehrt die künstlerische Fotografie als anerkanntes Medium der Bildenden Kunst verstärkt in den Galerien ein. Auch die Galerie Felix bestreitet 30 Prozent ihrer Ausstellungen mit künstlerischer Fotografie. Die Galeristin Sanoja liebt besonders die Schwarz-Weiß-Fotografie. Bernd Grams und sie haben sich über Jahre „beobachtet“, bis man den Schritt aufeinander zu wagte und sich für eine Präsentation entschied. Die 25 Aufnahmen (Original-Abzüge, Auflage 1/10 zwischen 2013/14) haben das gleiche Format und sind mit der Hand abgezogen. Bei einigen wenigen davon, die eine dämmernde Landschaft im Gegenlicht zeigen, dominiert ein permanentes Schwarz, andere sind intensiver ausgeleuchtet.

Die Fotografie bedarf eines geschulten Blickes. Zur Vernissage zitierte Lieselotte Sanoja einen Werbespruch der berühmten Fotokamera-Firma Leica: „Wer sehen kann, kann auch fotografieren. Aber sehen lernen, das kann sehr lange dauern“. Bei Bernd Grams spürt man den philosophischen Hintergrund seiner Bilder, die lange Auseinandersetzung mit dem Medium, die sich in der Wahl des Motives und in der Behandlung von Hell und Dunkel, Licht und Schatten spiegelt. Liebevoll zeichnet er ein Elbtalbild zwischen Pillnitz und Pieschen, das in die so vielfältige Dresdner Fotografie mit einem eigenen Beitrag einstimmt. Ob es die Spitzdächer des Pillnitzer Schlosses sind oder die vom Heißluftballon aufgenommenen Luftbilder der Elbschleife – das reizvolle Elbufer bei Loschwitz oder Laubegast, der Blick über die weiten Felder des Schönfelder Hochlandes oder die gegen die Sonne fotografierten Dresden-Panoramen – immer erweist sich das jeweilige Foto als eigenständige Schöpfung und originelles Lichtbild. Viele von ihnen umgibt eine poetische Stille, wie ein Gleiten auf den Wolken, „Elbwiesenwolkenschiffe“ (2013), „Äpfel im Winter“ oder „Spaziergang am Fluss“ mit abendlich dunkelndem Licht und einer geheimnisvoll vertieften Schwärze, die an die Grenzen des fotografisch Machbaren stößt.

Bis 4. Juni verlängert, Galerie Felix, Pillnitzer Landstraße 7. Di-Fr 15-18 Uhr, Sa +So 11-13 Uhr. Tel. 0351/ 32 25 57 27 oder 0160 215 68 42.
www.galerie-felix.de

Von Heinz Weißflog

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