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Dresdner Experte: Rückkehr vermisster Kunstwerke ist reine Glückssache

Dresdner Experte: Rückkehr vermisster Kunstwerke ist reine Glückssache

Die Rückkehr seit dem Zweiten Weltkrieg vermisster Kunstwerke in deutsche Museen ist aus Expertensicht Glückssache. „Ihr Verbleib kann in der Regel nicht recherchiert werden, da hilft uns nur der Zufall", sagte der bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) tätige Provenienzforscher Gilbert Lupfer der Nachrichtenagentur dpa.

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Rundbild „Vor der Dorfschenke" von Jan Brueghel dem Jüngeren (Ausschnitt)

Quelle: StaatlicheKunstsammlungenDresden

„Auch wenn die Zahl der Entdeckungen seit der Öffnung nach Osteuropa zugenommen hat, sind Rückgaben weiter die Ausnahme." Allerdings helfe auch die Datenbank Lost Art, Ansprüche durchzusetzen. „Viele Bemühungen scheitern jedoch an Verjährungsfristen und rechtlichen Bewertungen."

Nahezu aussichtslos seien etwa Ansprüche gegenüber staatlichen Museen und Einrichtungen in Russland, wo Beutekunst qua Gesetz zum Staatseigentum erklärt wurde. „Wir wissen, dass Objekte in Museen oder Privatbesitz sind, aber kommen nicht ran." Verhandlungen über Beutekunst lägen inzwischen brach, nur die Ukraine sei ein bisschen beweglicher. In den beiden früheren Sowjetrepubliken habe das Wissen über die eigenen Verluste noch ziemliche Lücken, da herrsche mitunter die Vorstellung, dass die Depots deutscher Museen voll von Kunstgut aus deren Bestand seien.

„Das trifft nicht zu", sagte Lupfer. „Dass ein aus Russland stemmendes Stück 40 Jahre DDR überstanden hat, ist eine große Ausnahme, ebenso wie Beutekunst in Privathänden im Westen", erklärte er. „Wir wären ja fast froh, wenn wir für einen Austausch etwas hätten." Lupfer schätzt, dass nicht mehr als eine dreistellige Anzahl der derzeit noch vermissten und existenten Kunstwerke der SKD jemals zurückgeholt werden können. Seit der Rückgabe eines Großteils der 1945 von der Trophäenkommission der Sowjetarmee in Dresden beschlagnahmten Kunstgegenstände kehrten zwar Gemälde und Zeichnungen zurück. „Es werden aber wohl Einzelfälle bleiben."

dpa

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