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Dresdner Dixielandfestival 2013 mit guter Laune, aber weniger Besuchern

Dresdner Dixielandfestival 2013 mit guter Laune, aber weniger Besuchern

Die Freude und Begeisterung war den Zuschauern auf der Jazzmeile am Sonnabend deutlich anzumerken. Dicht gedrängt standen sie auch beim diesjährigen, dem 43. Dixielandfestival vor den Bühnen und lauschten den Klängen ihrer Lieblingsbands.

Nur das Wetter präsentierte sich zunächst nicht von seiner besten Seite. Vor allem am Vormittag, als der Himmel seine Schleusen öffnete, sah es noch recht düster aus.

Erst im Laufe des Nachmittags klarte der Himmel auf. Passend dazu spielte die 1975 gegründete Blue Wonder Jazzband den Song "Shine". Und tatsächlich, langsam schoben sich die Wolken zur Seite und die Sonne blinzelte immer öfter hindurch. Allerdings hatte man gerade bei der Blue Wonder Jazzband das Gefühl, dass die Musiker auch bei strömendem Regen quietschvergnügt spielen würden. Gemütlich und enspannt nahmen sie das Publikum auf der Prager Straße mit auf eine Zeitreise in die 1920er und 1930er Jahre, in die Zeit von Bix Beiderbeckes, Louis Armstrong oder Duke Ellington. Einprägsam war dabei vor allem die markante Stimme von Frank Geipel, die manchmal wirklich glauben ließ, man wäre in den amerikanischen Südstaaten und würde einem schwarzen Sänger zuhören.

Wer lieber etwas schnellere Rythmen bevorzugte, der musste nur ein paar Meter weiter zur nächsten Bühne gehen. Dort heizten die Musiker von Jackpot den Dixiefans gleich von der ersten Minute an ein. Bei Liedern wie Little Richards Klassiker "Tutti Frutti" oder Mungo Jerrys "In the Summertime" kam sofort gute Laune auf. Viele Besucher summten die Lieder mit und wippten mit den Füßen. Für Heiterkeit sorgte obendrein Gitarrist Michael Heiderich mit lustigen Sprüchen und der selbstbewussten Aussage: "Danke für den Applaus. Er ist berechtigt."

Etwas nachdenklicher war die Stimmung bei der Bla Mandag Jazzband aus Dänemark, die mit Lisa M.Bentzen Gospelklänge à la "Jesus loves me" anstimmte. Doch auch hier bildete sich eine große Traube um die Bühne, bewunderten die Zuhörer das umfangreiche Klangvolumen von Bentzens Stimme.

Unweit der Bühnen gab es auch diesmal wieder Säulen, in die freiwillige Spenden für die Jazzmeile geworfen werden konnten. Laut Veranstalter kamen dabei vor zwei Jahren 8000 Euro und voriges Jahr 6000 Euro zusammen. Wie viel es in diesem Jahr ist, ist noch nicht bekannt.

Dass beim Dixieland nicht nur die Besucher mit den Bands zufrieden waren, sondern auch umgekehrt der Funke der Begeisterung übersprang, zeigt die Einschätzung von Wim Mauthe, der mit Dr. Wim's Jazz Affair zum ersten Mal dabei war. "Die Dresdner sind wunderbare Menschen, so freundlich und relaxed. Wir sind total begeistert", so Mauthe. Beim zwölf Wagen umfassenden Festumzug übers Terrassenufer wurde er in diesem Eindruck noch einmal bestärkt. Denn bei strahlendem Sonnenschein säumten wieder tausende Menschen den Umzug.

Es reichte trotzdem nicht, um die Besucherzahlen des Vorjahres zu erreichen. "Statt 500000 Besuchern waren es diesmal nur 300000, was vor allem am schlechten Wetter am Sonnabend lag", teilte Festivalsprecher Jürgen Richter mit. Dafür konnte der 10000. Musiker seit Bestehen des Festivals begrüßt werden. Es war eine Musikerin: Lisa M. Bentzen. Insgesamt waren 44 Bands und Solisten mit 203 Musikern aus zwölf Ländern zu Gast. Nächstes Jahr verwandelt sich Dresden dann vom 11. bis 18. Mai erneut in die Hauptstadt des Dixieland.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.05.2013

Stephan Hönigschmid

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