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Dresdner Clubbetreiber wehren sich weiter gegen neue Gema-Tarife

Dresdner Clubbetreiber wehren sich weiter gegen neue Gema-Tarife

Dresdner Clubbetreiber und Veranstalter wollen sich weiter mit aller Kraft gegen die geplanten Tarifänderungen der Gema wehren. Die Verwertungsgesellschaft für Musikrechte will zum Jahreswechsel ihre Tarife vereinheitlichen – vor allem für kleine Clubs bedeutet das aber eine gewaltige Kostensteigerung, so Magnus Hecht, Vorstandsmitglied des Verbands der Musikspielstätten in Deutschland (Livekomm).

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Durch die Gema-Tarifänderung wird auch für Dresden ein Club-Sterben befürchtet.

Quelle: dpa

Die Regelung, dass Clubs künftig zehn Prozent ihres Bruttogewinns abführen müssen, werde bei vielen kleinen Veranstaltern das Aus bedeuten, prognostiziert der Dresdner. Die Gewinnspanne sei hier oft so niedrig, dass sich eine Veranstaltung dann nicht mehr lohne. Doch auch große Events sind betroffen. So werde das Stadtfest im kommenden Jahr statt 23.000 Euro 38.000 Euro an die Gema zahlen müssen, so Mitveranstalter Rodney Aust. Das werde sich in einem abgespeckten Programm niederschlagen, eventuell müsse auf eine Bühne verzichtet werden.

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Etwa 250 Teilnehmer besuchten am Donnerstag in der Dresdner Neustadt einen Protestmarsch gegen die geplante Gebührenerhöhung der Gema.

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Magnus Hecht ergänzt, dass auch Veranstaltungen betroffen sind, die mit öffentlichen Geldern gefördert werden. Zuschüsse der Stadt, wie zum Beispiel beim Hechtfest oder dem Pieschener Hafenfest würden so fast direkt bei der Gema landen. Selbst das Dresdner Citymanagement muss mit zusätzlichen Kosten rechnen – das Rahmenprogramm zu den verkaufsoffenen Sonntagen in der Stadt werde so teurer. Aktuell laufe daher ein Schiedsverfahren vor dem deutschen Patent – und Markenamt, das von Livekomm und dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Dehoga angestrengt wurde. Die Gema allerdings bewege sich nicht und wäre an einen Schiedsspruch auch nicht gebunden. Im Notfall müsse ab 2013 jede einzelne Abrechnung angefochten werden, kündigte Hecht an.

Gegen die neuen Gema-Tarife, die zum April 2013 in Kraft treten sollen, regt sich seit einiger Zeit Widerstand. So demonstrierten im September mehrere hundert Dresdner gegen die Reform. Auch der Aufruf zur Dresdner Facebook-Party Anfang November vor der Dresdner Niederlassung der Gema soll vermutlich mit dem Tarifstreit in Verbindung stehen.

sl / hh

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