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Dresdens zentrale Kultureinrichtungen bleiben vom Hochwasser verschont

Dresdens zentrale Kultureinrichtungen bleiben vom Hochwasser verschont

Die großen Kultureinrichtungen in Dresden sind bei dem nun wieder sinkenden Elbe- Hochwasser glimpflich davongekommen. „Wir sind unendlich glücklich, dass uns eine Wiederholung von 2002 erspart geblieben ist", fasste es gestern Hartwig Fischer, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), in Worte – in Anspielung auf die sogenannte Jahrhundertflut im August vor elf Jahren.

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Die Semperoper in Dresden blieb vom Hochwasser verschont.

Quelle: Dominik Brüggemann
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Der Freitagabend: Obwohl die Elbe noch deutlich über 8 Metern steht, ist die Lage in der Stadt ruhig.

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Für Fischer hat das zwei Gründe: die technische Aufrüstung (vor allem ein Pumpensystem, das Oper, Schauspiel, Schloss und Albertinum auch gegen eindringendes Grundwasser schützt) sowie die Kooperation des Notfallverbundes Dresden. Dieser Zusammenschluss von elf Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen ist eine der eher stillen Folgen des Hochwassers von 2002.

Michael John, Leiter des Technischen Dienstes der SKD und Vorsitzender dieses Verbundes, bezeichnete den Verbund aus Museen, Archiven und Bibliotheken als „nicht normal in Deutschland". Die gute Nachricht für ihn: Der Verbund wurde in dieser Woche nicht angerufen. „Offenbar ist alles soweit in Ordnung überall." Ihr Wissen und ihre Erfahrung aber wollen alle Beteiligten weitergeben, wenn Nachfragen kommen. „Wir bieten anderen Städten, die vom Hochwasser betroffen sind, Hilfe an", sagte Thomas Früh, Abteilungsleiter Kunst im selbigen Ministerium. In Dresden „lief diesmal alles ganz ruhig ab, professionell und erfahren", resümierte er.

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Der Große Garten in Dresden wurde am Montag vom Kaitzbach teilweise überflutet.

Quelle: Dominik Brüggemann

Thomas Bürger, Generaldirektor der Sächsischen Landesbibliothek, schaute bereits wieder nach vorn. „Man wird Fragen der Nachhaltigkeit neu stellen und bewerten müssen", meinte er – vor allem vor dem Hintergrund, dass aus der Jahrhundertflut eine Jahrzehntflut geworden sei. Anlass für eine solche Debatte könnte seiner Meinung nach der für Mittwoch geplante Besuch von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) in Tharandt sein. Die dortige Bibliothek der TU-Forstwissenschaft habe, anders als 2002, diesmal keine nassen Bücher zu beklagen, sagte Bürger.

Wolfgang Rothe, Kaufmännischer Geschäftsführer der Sächsischen Staatstheater, also Oper und Staatsschauspiel, ließ auf Nachfrage wissen, dass es vor allem durch die aus Sicherheitsgründen abgesagten Vorstellungen im Schauspielhaus Einnahmeausfälle gebe. „Sie stehen aber in keinem Verhältnis zu denen von vor elf Jahren."

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Auch das Schloss Pillnitz steht mitten in den Fluten

Quelle: Hauke Heuer

Für Christian Striefler, den Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten, stellt sich die Lage härter dar. Vor allem in Pillnitz, das „normal katastrophal betroffen" sei, werde es erheblich weniger Einnahmen geben. Aber auch die vorsorglichen Schließungen von Schloss Rochlitz und Albrechtsburg Meißen sowie der in Mitleidenschaft gezogene Große Garten und der damit verbundene Stillstand der Parkeisenbahn würden ins Gewicht fallen. „In Pillnitz ist gegen ein Hochwasser wie dieses generell nichts zu machen", räumte Striefler ein. Diesmal habe man zumindest Glück gehabt, dass das Wasser langsam stieg und entsprechende Vorbereitungen möglich machte. Sein Aufruf an alle, die helfen wollen: „Kommt her und besucht uns." Etwas, das vor elf Jahren so nicht möglich war, als die Stadt tagelang wie abgeschnitten war.

Torsten Klaus

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