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Dresdens Literaturmesse "schriftgut" soll Anfang November zum "Familien-Event" werden

Dresdens Literaturmesse "schriftgut" soll Anfang November zum "Familien-Event" werden

Dresden ist zwar weder Literaturstadt noch Messemetropole, seit vorigen Jahr gibt es hier aber eine Literaturmesse, mit der die bisherige Glanzlosigkeit auf diesen Gebieten etwas aufpoliert werden soll.

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Quelle: pr

In Abgrenzung zu etablierten Veranstaltern anderenorts ist das dreitägige Ereignis ausdrücklich als "gemeinsamer Auftritt von Buch- und Literaturschaffenden aus Dresden und dem Umland" ausgerichtet.

Der Auftakt 2012 war vielversprechend, Beteiligung und Besucherzahlen gerieten hoffnungsvoll, immerhin sind rund 3000 Leute der literarischen Einladung gefolgt - der zweite Jahrgang ist allerdings meistens der schwierigere. Denn nun muss unter Beweis gestellt werden, wie weit die Ambitionen wirklich reichen. Sie zielen erst einmal auf Eigenständigkeit, wie Peggy Salomon als Projektmanagerin unterstreicht: "Die schriftgut soll keine normale Messe nur mit Messeständen und Prospektständern sein, sondern der Mitmach- und Erlebnis-Charakter steht ganz klar im Vordergrund."

Wer den Auftakt erlebte, mag menschliche Leseratten in Erinnerung haben, die vor allem am Drumherum des Buchgewerbes interessiert gewesen sind. Wie wird Papier geschöpft, wer bringt da die Buchstaben und Illustrationen drauf, was sind Schriftsteller für Leute, wie hat sich die Buchproduktion im Laufe der Zeiten gewandelt? Die vielen Angebote zur Interaktivität hatten das Messeareal mit strahlenden Gesichtern gefüllt, wenngleich manche Lesungen hörenswerter Autoren eher spärlich besucht waren.

Am ersten November-Wochenende soll nun die zweite "schriftgut" als "Familien-Event rund um das Thema Buch" stattfinden, wiederum will man das "Kulturgut Buch vom allerersten Schritt an entdecken" lassen. Neben den Offerten zum Thema Buchdruck und -binden, Papierschöpfen und Kalligrafie werden Verlage und Literaturzeitschriften präsentiert. Ein reichhaltiges Rahmenprogramm soll Jung und Alt aufs Messegelände der Börse Dresden locken. Auf Lesebühnen werden Autorinnen und Autoren wie Désirée Nick, Ralph Günther und Arno Strobel zu Gast sein, Eleonora Hummel stellt ihren neuen Roman vor, Franz Hodjak und Michael G. Fritz sind vor Ort, Thomas Rosenlöcher richtet einen Lyrik-Workshop aus, Jens Wonneberger und Norbert Weiß stellen ihr gemeinsames Buch vor, "Zauberpeter" Peter Kersten hat einen eigenen Messestand, in sogenannten LeseRäumen können sich die Besucher thematisch leiten lassen. Wie schon im vorigen Jahr wird das Kulturgespräch Rotes Sofa im Rahmen der Messe stattfinden, diesmal u.a. mit Peter Sodann und der jungen Autorin Marit Heuß; als "Lounge-Konzert" bezeichnete Auftritte der Europäischen Kammerphilharmonie Dresden wenden sich Schuberts "Der Tod und das Mädchen" zu, beim Poetry Slam wird um Reime und Inhalte gewetteifert, die Literaturzeitschrift Signum vergibt den "Weißen Raben" für die beste Debütveröffentlichung.

Als Neuheit wird für 2013 die interaktive "schriftgut"-Zeitreise propagiert, mit der interessierte Gäste Leben und Literatur unterschiedlicher Epochen kennenlernen können. Diesmal startet ein solcher Ausflug in Richtung Barock, um literarische Werke und deren Verfasser kennenzulernen.

2. Dresdner Literaturmesse "schriftgut", 1. bis 3. November 2013 in der BÖRSE DRESDEN (Messering 6, 01067 Dresden),

Fr./Sa. 10-20 Uhr, So. 10 bis 18 Uhr,

www.schriftgut-messe.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.10.2013

me

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