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Dresdens Kulturgüter sind durch neuen Notfallverbund besser geschützt

Dresdens Kulturgüter sind durch neuen Notfallverbund besser geschützt

Das Undenkbare vordenken und Dresdens einmalige Kulturgüter im Ernstfall schützen: Mit dem neuen Notfallverbund Dresden und einem eigenen Notfallzug Kulturgutschutz, der bei der Feuerwehr lagert, sollen die Museen, Archive und Bibliotheken der Stadt ab sofort noch besser für den Ernstfall gerüstet sein.

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Die Dresdner Feuerwehr verfügt ab sofort über einen Notfallzug für Kulturgüterschutz.

Quelle: Dominik Brüggemann

Tritt eine Katastrophe ein, greift von jetzt an der von Experten abgestimmte Notfallplan.

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Die Feuerwehr in Dresden verfügt ab sofort über einen Notfallzug für Kulturgüterschutz.

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Der Vorsitzende des Verbundes, Michael John, ist Leiter des Technischen Dienstes bei den Staatlichen Kunstsammlungen. Bei der Vorstellung der technischen Ausrüstung im Brand- und Katastrophenschutzamt sagte er: „Jeder im Notfallverbund verfügt über Fachkräfte und Experten, die genau wissen, wie Bilder, Bücher oder andere Objekte geschützt oder wieder hergestellt werden können. Dieses Wissen und unsere Möglichkeiten in den Häusern nutzen wir gern gemeinsam. Für die immer bereite Ausrüstung und das schnelle Vor-Ort sein ist die Feuerwehr unser professioneller Partner.“ Die Kameraden können künftig auf einen speziellen LKW-Container zurückgreifen, der individuell bestückt wird. Unter anderem laden die Feuerwehrleute Notstromaggregate, Lampen und Verpackungsmaterialien ein, mit denen sie zum Einsatz fahren. Vor Ort sollen sie sich dann mit einem Experten des jeweiligen Hauses absprechen und die bedrohten Kulturgüter sichern. „Wichtig sind zum Beispiel Zelte, Tische und Leuchten, die leicht aufgestellt werden können. Im Notfall können die Kameraden auf eigenen Strom zurückgreifen und somit autark handeln“, erklärte Branddirektor Uwe Friedrich, Abteilungsleiter beim Brand- und Katastrophenschutzamt.  

Das sind Dinge, auf die auch die Helfer aus dem Notfallverbund im Ernstfall zurückgreifen sollen. „Die Bergung ist Spezialwissen. Die Feuerwehr ist in erster Linie zum Retten von Menschenleben da. In zweiter Linie geht es dann um Sachwerte. Und für diese Sachwerte, zu denen auch die Kulturgüter gehören, ist meist nur eine beschränkte Ausbildung vorhanden. Die Kollegen, die jeden Tag in den Archiven tätig sind, haben eine andere Sensibilität und Erfahrung“, sagte John. So dürfe auch nicht vergessen werden, dass die Kameraden mit Druckluft und Axt am Gürtel nur begrenzt für sensible Tätigkeiten geeignet sind. Trotzdem müssen sie ein Bild im Zweifel retten können. Dafür müssen sie zum einen wissen, was wichtig ist und wo die Prioritäten in den jeweiligen Häusern liegen. Der zweite Punkt sei die konkrete Hilfe. „Wie fasse ich so ein Bild an? Das ist etwas anderes, als eine Tür mit der Axt zu öffnen. Dazu üben wir zum Beispiel das Tragen mit Gurten“, erklärt John, der sehr erfreut über den freiwilligen Verbund ist.

Für die  Stadt ist der Verbund notfalls ein wichtige Stütze. „Ich bin sehr froh, dass es dem Verbund gemeinsam nach umfangreichen Vorbereitungen gelungen ist, eine abgestimmte Erstausrüstung für den sachgerechten Umgang mit Kulturgut im Notfall zu beschaffen und in den Lagern des Brand- und Katastrophenschutzamtes bereitzustellen", sagte Detlef Sittel, Zweiter Bürgermeister, bei der Probe.

Nicht nur Dresden hat einen Notfallverband für Kulturgutschutz gegründet. Auch  Städte wie Halle, Weimar und Stuttgart arbeiten bereits in einer ähnlichen Weise. Gefördert wurde die Ausrüstung über ein Modellprojekt der Koordinierungstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturgutes (KEK).

dbr

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