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Dresden will den Vertrag mit der Forsythe Company verlängern - Kritik von SPD und Linken

Dresden will den Vertrag mit der Forsythe Company verlängern - Kritik von SPD und Linken

Die Stadt Dresden will den Vertrag mit der seit 2005 zur Hälfte an der Elbe ansässigen Forsythe Company verlängern. „Forsythe ist ganz wichtig für die Dresdner Kultur“, sagte der zuständige Bürgermeister Ralf Lunau (parteilos) am Donnerstag.

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Der US-Amerikaner William Forsythe zählt zu den bedeutendsten Choreografen des Modernen Tanzes. Seine Tanztruppe wird seit 2005 von Sachsen, Hessen, Dresden und Frankfurt am Main getragen.

Quelle: Dominik Mentzos

Die Verwaltung werde dem Stadtrat eine Verlängerung empfehlen. Der Vertrag werde nicht ohne Not aufgekündigt, erklärte er mit Blick auf die Kritik an der Mitfinanzierung der privat organisierten Truppe und Forderungen nach einem Verzicht auf das Engagement. Dresden profitiere überregional von der Präsenz des Ensembles, zudem sei der Anteil von 1,5 Millionen Euro ohne Vertrag nicht verfügbar.

SPD- und Linken-Fraktion im Stadtrat sind dagegen skeptisch. Die erhoffte kulturelle Ausstrahlung sei bisher ausgeblieben, erklärte Linken-Fraktionschef André Schollbach und forderte eine Diskussion über Für und Wider einer Vertragsverlängerung. Es stelle sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit der Ausgaben. „Die Zuschüsse sind nicht vertretbar“, sagte Wilm Heinrich von der SPD. Er sieht den Vertrag als Fehler und will die Mittel zur breiteren Kulturförderung verwendet wissen. Die Stadt müsse über eine Aufhebung oder deutliche Anpassung verhandeln, so der Stadtrat.

Der US-Amerikaner William Forsythe zählt zu den bedeutendsten Choreografen des Modernen Tanzes. Seine Tanztruppe wird seit 2005 von Sachsen, Hessen, Dresden und Frankfurt am Main getragen. Sie gibt Vorstellungen im Bockenheimer Depot (Frankfurt) und im Dresdner Festspielhaus Hellerau, das vor dem Ersten Weltkrieg als Zentrum des modernen Tanzes in Deutschland galt. Dazu kommen Gastspiele in aller Welt. Ihr Vertrag war 2008 bis einschließlich 2013 verlängert worden.

Der Dresdner Zuschuss ist Teil eines Hauptstadtvertrages zwischen Stadt und Freistaat, erklärte Lunau. Danach bringt die Kommune pro Jahr 10,5 Millionen Euro als finanziellen Interessenausgleich für Kultureinrichtungen des Landes wie Semperoper oder Staatsschauspiel auf. Dieser Betrag wird mit dem Engagement des Landes verrechnet. „Platzt der Forsythe-Vertrag, müssen wir 5,5 statt 4 Millionen Euro an den Freistaat zahlen.“

dpa

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