Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Google+
Dresden verlängert Forsythe-Vertrag nach hitziger Diskussion im Stadtrat

Dresden verlängert Forsythe-Vertrag nach hitziger Diskussion im Stadtrat

Erwartungsgemäß hat der Dresdner Stadtrat den Vertrag mit der Forsythe Company in Hellerau verlängert. Da sowohl CDU und Bürgerfraktion als auch die Grünen dafür stimmten, kam die benötigte Mehrheit zustande.

Voriger Artikel
Das Dresdner Hegenbarth-Haus widmet sich Wols' druckgrafischem Werk
Nächster Artikel
Dresdner Kreuzchor veranstaltet künftig jährlich ein Konzert am Tag der Deutschen Einheit

Das Forsythe-Ensemble in Dresden macht weiter.

Quelle: Dominik Mentzos

Geschlossen dagegen waren SPD und FDP, die Linken enthielten sich.

Mit diesem Signal wird der weltberühmte Tänzer und Choreograf William Forsythe zusammen mit seinem Ensemble auch vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2016 im Dresdner Norden wirken können. Zudem besteht eine Verlängerungsoption bis 2018. Die Forsythe Company hatte im Jahr 2005 ihren Spielbetrieb aufgenommen. Der Entscheidung vorausgegangen war erneut eine hitzige Diskussion. Denn die Vertragsverlängerung mit dem Avantgarde-Ensemble kostet die Stadt 1,5 Millionen Euro pro Jahr plus 200.000 Euro für Unterkunft und sonstige Aufwendungen. Die bisherigen Besucherzahlen sind dagegen extrem mau.

„Ich appelliere an die Forsythe Company, mit den ihr nun zur Verfügung stehenden Mitteln sinnvoll umzugehen und damit auch bewusst die freie Szene in Dresden zu unterstützen“, erklärte SPD-Stadtrat Wilm Heinrich, einer der schärfsten Kritiker des Vertrages. Tänzerin Marita Matzk, die auf Antrag der Linken Rederecht erhielt, konterte: „Spielen Sie hier und heute bitte nicht die freie Szene gegen die international wahrgenommene Szene aus. Wir brauchen beides in der Stadt.“ Drastische Worte fand FDP-Stadträtin Barbara Lässig, aus ihrer Sicht werden nun einmal mehr „Steuergelder verplempert“.

„Die Arbeit von William Forsythe steht in der großen Tradition des modernen Ausdruckstanzes in unserer Stadt und damit für Dresden als einen Ort der zeitgenössischen Künste“, erklärte Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos) in einer Mitteilung vom Freitag. „Ich danke unseren Partnern für das in uns gesetzte Vertrauen“, so Forsythe selbst.

chs / sl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr