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Dresden erhält Privatsammlung Hahn mit Kokoschka-Werken

Dresden erhält Privatsammlung Hahn mit Kokoschka-Werken

Noch mehr Kokoschka für Dresden: Nach dem Gemälde „Gitta Wallerstein“ haben die Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) auch das Konvolut grafischer Werke von Oskar Kokoschka (1886-1980) aus dem Besitz des Musikers Willy Hahn (1896-1988) erhalten.

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Quelle: dpa

„Wir schenken die Sammlung dem Kupferstich-Kabinett“, sagte dessen Sohn Peter Hahn am Donnerstag im Albertinum. Die 80 Aquarelle und Zeichnungen, von seinem Vater in Freundschaft mit dem Künstler zusammengetragen, waren dort 2011 erstmals komplett gezeigt worden.

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Über Jahrzehnte trug der Musiker Willy Hahn Zeichnungen und Aquarelle des Expressionisten Oskar Kokoschka zusammen. Viele sind Schenkungen des Künstlers. Nun hat sich die Familie Hahn davon getrennt.

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Mit der Schenkung verbindet Kunsthistoriker Hahn die Erwartung, dass der Dresdner Expressionismus erforscht wird. „Wir wollen, dass die Werke zusammenbleiben und nie wieder veräußert werden“, nannte der ehemalige Direktor des Bauhaus-Archivs Berlin ein Motiv der Familie, die mit drei Enkeln angereist war. Die Werke der Sammlung, deren Wert mit 2,8 Millionen Euro angegeben wurde, seien gewissermaßen dem Verwertungskreislauf des Kapitalmarktes entzogen.

Die Begeisterung für Kokoschka in Dresden war ein Beweggrund, nach dem Gemälde „Gitta Wallerstein“ auch die Grafik dauerhaft dorthin zu geben. Das 1921 in dessen Dresdner Atelier entstandene Porträt der damals zehnjährigen Tochter des Berliner Kunsthändlers Viktor Wallerstein, hängt seit 2005 als Leihgabe im Albertinum. Es wurde mit Hilfe der Kulturstiftung der Länder und der Ernst von Siemens Kulturstiftung für 2,6 Millionen Euro für die SKD angekauft. Damit gewann die Gemäldegalerie, die seit der Nazi-Aktion „Entartete Kunst“ 1937 im Bereich der Moderne dezimiert ist, erstmals ein Hauptwerk des Expressionisten zurück.

Erwerbung und „grandiose“ Schenkung helfen die „historische Verstümmelung“ des Bestandes zu tilgen, sagte SKD-Generaldirektor Hartwig Fischer. Zugleich könnten die SKD ihren Ruf als wichtiger Ort der Forschung zu Kokoschkas Werk weiter ausbauen. Das dem Kupferstich-Kabinett geschenkte Konvolut des österreichischen Künstlers sei von außerordentlichem Rang, sagte Direktor Bernhard Maaz. Es zeigt die Entwicklung des Zeichners Kokoschka von den frühen Figurstudien aus Wien über die Selbstbildnisse und Porträts der Dresdner Zeit bis zu Landschaften und Naturstudien im Spätwerk. Dazu gehören Studien zur „Frau in Blau“, das 1919 als erstes Gemälde von Kokoschka für die Galerie angekauft wurde, und zwei Porträts: Gitta und Viktor Wallerstein in Aquarell.

dpa

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