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Dresden Welcome Center stellt Werke des "International Women Course" aus

Dresden Welcome Center stellt Werke des "International Women Course" aus

Das Dresden Welcome Center macht seinem Namen alle Ehre. Gestern öffnete es seine Pforten zur Vernissage der Ausstellung "Heart & Art Nr. 2". Im "International Women Course", einer Initiative von "Dresden concept", fanden junge Frauen ein gemeinsames Hobby - und zwar das Malen.

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Kate Bae (30) aus dem kanadischen Toronto kam vor sieben Monaten nach Dresden. Sie stellt insgesamt drei Kunstwerke im Dresden Welcome Center aus. Das Werk eines Künstlers aus der Neustadt inspirierte sie zu dem Bild im Hintergrund.

Quelle: Dietrich Flechtner

Die Künstlerinnen kamen mit ihren Ehemännern, die als Wissenschaftler an der TU Dresden oder in Forschungsinstituten der Stadt arbeiten, nach Dresden. Vielen von ihnen fiel es anfangs schwer, sich in der neuen und ungewohnten Umgebung zu integrieren.

Die Ausstellung zeigt im Foyer des Dresden Welcome Centers insgesamt 35 Werke von mehr als 20 Frauen aus allen Ecken der Welt. Bei wöchentlichen Treffen entstanden unter der künstlerischen Leitung von Kunstpädagogin Ingrid Birnbaum die ausgestellten Werke, gemalt in Acryltechnik. Die Motive stammen oft aus der Heimat der Künstlerinnen oder zeigen Eindrücke aus ihrem unmittelbaren Umfeld. "Wir wollen diese jungen Frauen integrieren. Sie sollen an Kunst herangeführt werden, ohne dabei ihre Heimat zu vergessen. Bei Exkursionen durch die Stadt können die Frauen Dresden für sich entdecken und gewinnen", erzählt Ingrid van Kaldenkerken, Amtsleiterin des Bürgeramtes der Landeshauptstadt Dresden.

Eine der jungen Künstlerinnen ist Kate Bae aus Toronto. Die 30-jährige Kanadierin mit koreanischen Wurzeln lebt seit sieben Monaten in Dresden. Sie kam damals zusammen mit ihrem Mann, dem eine Anstellung am Max-Planck-Institut geboten wurde, nach Dresden. Anfänglich hatte sie Probleme, sich in der sächsischen Landeshauptstadt wohl zu fühlen. "Ich komme aus einer Großstadt. Es war gewöhnungsbedürftig, nun in einer etwas kleineren Stadt zu leben. Als internationale Frau, die keinen Job hat und nicht Deutsch spricht, ist es hart. Ich wusste manchmal nicht, was ich den lieben langen Tag mit mir anfangen soll. Der Malkurs hat etwas Regelmäßigkeit in meinen Alltag gebracht", erinnert sich Kate. "Es ist auch einfach schön, seine Bilder in einer Ausstellung wiederzufinden", freut sich die 30-Jährige und betrachtet voller Stolz ihre drei Exponate.

Gabriele Feyler vom Dual Career Service für internationale Nachwuchswissenschaftlerinnen der TU Dresden hat die Kurse im vergangenen Jahr ins Leben gerufen. Sie kümmert sich sowohl um den Einstieg in das Berufsleben als auch um persönliche Belange internationaler Neuankömmlinge. "Es war so großartig zu sehen, dass man etwas gibt, seine ganze Freizeit und Kraft in dieses Projekt steckt und dafür ein Vielfaches zurück bekommt. Die jungen Frauen sind dafür so unendlich dankbar. Sie sprechen zwar alle kein perfektes Deutsch oder Englisch, aber wir können im Rahmen dieses Projektes eine Brücke schlagen, indem wir Sprachkurse anbieten", so Feyler. Dafür suchen die Verantwortlichen noch Ehrenamtliche, die sich nachmittags für ein oder zwei Stunden Zeit nehmen, um mit den Neuankömmlingen zu üben.

Die Kunstausstellung ist die zweite dieser Art und möchte gleichzeitig auf die kommenden Interkulturellen Tage, die vom 21. September bis zum 5. Oktober stattfinden, aufmerksam machen. Noch bis zum 13. Dezember kann man die Kunstwerke im Dresden Welcome Center an der Schweriner Straße 1 sowie im Bürgeramt an der Theaterstraße 13 besichtigen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.09.2014

Juliane Weigt

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