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Drei Jahre Eintrittsgeld in Pillnitz: Jahreskartenverkauf hat sich eingepegelt

Drei Jahre Eintrittsgeld in Pillnitz: Jahreskartenverkauf hat sich eingepegelt

Die Eintrittsregelung für den Schlosspark Pillnitz läuft jetzt das dritte Jahr. Bis zum Saisonende am 2. November ist für den Besuch ein Ticket notwendig und der Zugang zum Park nur über drei Tore möglich.

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Das Eintrittsgeld für den Schlosspark Pillnitz bleibt umstritten.

Quelle: Juergen-Michael Schulter

Die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH (SBG), die die Pillnitzer Anlage pflegt und betreibt, wirbt vor allem für ihre Jahreskarte "Gartenfreund für 1 Jahr". Diese hält durch Kooperationen für DVB- oder Drewag-Kunden auch spezielle Rabatte bereit. Darüber hinaus sind derzeit keine Vergünstigungen oder eintrittsfreie Zeiten geplant.

DNN erkundigten sich beim Sprecher des Schlösserlandes, Uli Kretzschmar, über den aktuellen Stand der Ticketeinnahmen, ihre Verwendung und über Neuerungen.

Wie viele Jahreskarten wurden 2014 schon erworben und wie fällt der Vergleich zu den beiden Vorjahren aus?

Vom 1. Januar bis zum Stand 18. Juni konnten knapp 2600 Jahreskarten verkauft werden. Trotz des diesjährigen späten Saisonbeginns ist die Zahl von 2013 (Zeitraum bis Mitte Juni) wieder erreicht worden. Spitzenreiter war jedoch das Jahr 2012 mit im Vergleichszeitraum rund 3700 verkauften Jahreskarten. Der Grund ist folgender: Zum Auftakt begann der Verkauf von Null an. Die Laufzeit der Jahreskarte beginnt aber nicht mit dem Kauf, sondern mit dem ersten Besuch des Schlossparks. So endet die Gültigkeit sehr unterschiedlich und erst nach Ablauf des individuellen "Gartenjahres" entschließt man sich in der Regel zum Kauf einer weiteren Jahreskarte.

Wie viel Eintrittsgeld konnte 2014 bisher eingenommen werden? Wie hoch war die Summe 2013?

In dieser Saison ab dem 14. April bis zum Stand 18. Juni konnten knapp 161 000 Euro erwirtschaftet werden. Das ist im Vergleich zu 2013 ein gutes Ergebnis, denn durch das Hochwasser im Vorjahr flossen im Vergleichszeitraum nur 126 000 Euro in die Kasse. Dennoch erbrachte die Eintrittsgebühr 2013 laut offizieller Bilanz eine Summe von 486 000 Euro. Das waren 26 Prozent des Gesamtbudgets. Dazu kommen noch Einnahmen durch Führungen, Museumsbesuche, Vermietungen, Souvenirverkauf und anderes.

Was konnte durch die Eintrittsgelder finanziert werden oder ist in diesem Jahr noch vorgesehen?

Der Parkeintritt dient der Absicherung des laufenden Geschäftsbetriebes und der Pflege des Parks auf dem Niveau eines Gesamtkunstwerkes von europäischem Rang. Es wird besonderer Wert auf den guten baulichen Zustand gelegt. So konnte in Zusammenarbeit mit dem "Sächsischen Immobilien- und Baumanagement" (SIB) die Sanierung des Lustgartens vorfristig abgeschlossen werden (DNN berichteten). Schwerpunkte für 2014 sind der zusätzliche Kauf eines Rasenmähers und eines Elektrotransporters sowie eines Multicars. Im Heckenquartier werden Buchenhecken nachgepflanzt. Die Sonderausstellungen "Von Anemone bis Zinnie" im Schlossmuseum und "Historie des Lustgartens" im Bergpalais werden finanziert. Ferner kann das Angebot für ein Freiwilliges Jahr in der Gartendenkmalpflege fortgeführt werden. Die Neubewerbung läuft noch bis zum 31. Juli. Auch die neuen Führungen für an Demenz erkrankte Gäste finden weiter statt.

Gegenwärtig arbeiten die SBG auch an Plänen, die künstliche Ruine auf dem Schlossberg wieder in das Umfeld des Parks einzubeziehen. Es sollen Blickbeziehungen und Sichtachsen zwischen Park und Ruine hergestellt werden.

Durch welche Tore kann man den Schlosspark betreten? Sind weitere Zugänge vorgesehen?

Aktuelle Zugangstore sind der nördliche Rundbogen neben dem Besucherzentrum Alte Wache, das Tor am AHA-Graben neben dem Großen Wächterhaus und das Tor neben dem Palmenhaus. Als zusätzliche Ausgänge können auch die Türen neben Englischem Pavillon und dem Westflügel des Wasserpalais genutzt werden. Zurzeit laufen noch die Voruntersuchungen für die bautechnische Ausrüstung weiterer Zugänge speziell für Jahreskarteninhaber. Dafür vorgesehen sind die Tore am Pillnitzer Platz, neben dem Palmenhaus, neben dem Westflügel des Wasserpalais und die Tür neben dem Englischen Pavillon.

Der Schlosspark Pillnitz ist ab 6 Uhr früh bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet; zwischen 9 und 18 Uhr ist der Besuch kostenpflichtig.

Eintritt: 2 Euro, ermäßigt 1 Euro für Park und Pflanzenhäuser; 8 Euro, ermäßigt 6 Euro für Park, Pflanzenhäuser und Museen

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.07.2014

Genia Bleier

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