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Donnerstag ist Lyrikabend beim Palais-Sommer Dresden

Gedichte unter freiem Himmel Donnerstag ist Lyrikabend beim Palais-Sommer Dresden

Neben Freiluftmalerei, Film, Konzert und Hörspiel gibt es beim Palais-Sommer in diesem Jahr auch wieder Gedichte. Zwei gestandene und zwei jüngere Lyrikerinnen und Lyriker sind am Donnerstag, 11. August, 20.30 Uhr, auf der Wiese hinter dem Japanischen Palais zu erleben und zu entdecken.

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Thomas Rosenlöcher

Quelle: Peter R. Fischer

Dresden. Neben Freiluftmalerei, Film, Konzert und Hörspiel gibt es beim Palais-Sommer in diesem Jahr auch wieder Gedichte. Zwei gestandene und zwei jüngere Lyrikerinnen und Lyriker sind am Donnerstag, 11. August, 20.30 Uhr, auf der Wiese hinter dem Japanischen Palais zu erleben und zu entdecken. Die Auswahl dieses „Palais.Poesie“-Abends haben Volker Sielaff und Patrick Beck vom Verein Literaturforum Dresden getroffen.

Thomas Rosenlöcher, 69 Jahre alt, zählt zu Dresdens bekanntesten Poeten.

Neun Gedichtbände sind von ihm erschienen; der erste 1982, „Ich lag im Garten bei Kleinzschachwitz“ hieß er. Der jüngste, ein Inselbändchen von 2012, trägt den Titel „Hirngefunkel“. „Glücklich unter Rosen hocken - / Wer das noch sagen könnte“, beginnt das Gedicht „Unsagbar“ darin. Auf die Romantik bezieht er sich immer wieder, auf Mörike oder Heine zum Beispiel, auf die Klassiker Goethe, Schiller oder Barockdichter wie Fleming. Doch die Gegenwart zerbricht das Idyll.

Undine Materni, die in diesem Jahr 53 wird, kann auf fünf Lyrikbände verweisen. Zuletzt ist „Das abwesende Haus meines Vaters“ im Projekte-Verlag Cornelius herausgekommen, in dem Gedichte und Erzählungen nebeneinander stehen. Um Kindheit geht es darin, um teils traumatische Familienbeziehungen, um Eltern, Großmütter und darum, wie es einer geht, wenn sie plötzlich selbst Mutter ist. „mein vater ist immer / auf halber sohle gegangen / halb hat er eine frau geliebt / ein viertel blieb für die kinder“, heißt es im Titelgedicht.

Andra Schwarz ist Jahrgang 1982 und stammt aus der Oberlausitz. Beim open-mike-Literaturwettbewerb, dessen Preis sie 2015 bekam, beschwor sie in ihren Versen düstere Landschaften an der Grenze zu Polen. „Von hier gibt es keine bilder nur grau“, so beginnt eins der Gedichte. Seit Oktober 2013 studiert sie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.

Erschienen sind ihre Gedichte in Anthologien.

Marit Heuß ist 1984 im erzgebirgischen Schlema geboren, hat Germanistik, Kunstgeschichte, Kunstpädagogik und Erziehungswissenschaft in Dresden, zuletzt in Leipzig studiert, wo sie heute lebt. Erinnerungen an ihre Heimat scheinen in dem Gedicht „Ausflug, Dezember“ auf, das sie 2012 in der Zeitschrift „Ostragehege“ veröffentlicht hat: „mein Zuhause / bei den zusammengeduckten Häusern / hinter den Bergen, wo die Männer die / Lichter brauchten, um sich nicht in / den Schnee zu schmeißen, weil sie so / betrunken waren und verschwitzt von / der Bergmannsarbeit“. 2014 hat sie den Kammweg-Literaturpreis des Kulturraumes Erzgebirge-Mittelsachsen bekommen. 2015 war sie Stipendiatin der Kulturstiftung Sachsen im ungarischen Pécs. Auch bei ihrem Auftritt wird uns Hörern viel Unbekanntes begegnen, denn ihre Verse sind bislang ebenfalls nur in Sammlungen erschienen.

Der Eintritt ist frei. Um die Veranstaltung auch weiter möglich zu machen, bitten die Organisatoren um eine Spende von fünf bis zehn Euro.

www.palaissommer.de

Von Tomas Gärtner

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