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Dixiebahnhof in Dresden-Weixdorf feiert 10. Geburtstag

Dixiebahnhof in Dresden-Weixdorf feiert 10. Geburtstag

Lange Zeit war die alte, verlassene Bahnstation in Dresden-Weixdorf ein Schandfleck. Von Jahr zu Jahr verfiel sie immer mehr. Doch dann kam der Unternehmer Jürgen Georges und hauchte ihr neues Leben ein.

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Simone Jenke

Quelle: Stephan Hönigschmid

Vor zwölf Jahren hatte der Dixielandfan die Idee, das Gebäude zu einem Kulturtreff umzubauen. "Herr Georges hat damals einen öffentlichen Aufruf gestartet und alle Interessenten in den Hermsdorfer Gasthof eingeladen", erinnert sich Simone Jenke, die von Anfang an mit dabei ist und sich heute um die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins kümmert.

Dass Jürgen Georges mit seinem Vorstoß ins Schwarze getroffen hatte, merkte er an der großen Resonanz. 30 Bürger kamen an jenem 30. November 2001 im Wirtshaus zusammen und waren überrascht, wie gut Georges, der sonst eine Lüftungstechnikfirma betreibt, vorbereitet war. "Er hatte einen sehr konkreten Plan. Eigentlich haben wir sofort mit der Arbeit begonnen und Arbeitsgruppen wie zum Beispiel Bau und Technik, Gastronomie und Kulturmanagement gegründet", sagt Jenke.

Zunächst klärten die enthusiastischen Kulturfans, ob sie das alte Weixdorfer Bahnhofsgebäude für ihren Verein, den sie kurze Zeit später aus der Taufe gehoben haben, auch bekommen können. Schwierig sei das aber nicht gewesen, denkt Simone Jenke an die Verhandlungen mit einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn zurück. "Die wollten uns das Gebäude sogar verkaufen. Das kam für uns jedoch nicht infrage", so Jenke. Nachdem der Mietvertrag unter Dach und Fach war, konnte der Bahnhof endlich aus seinem Dornröschenschlaf erwachen.

Doch anstatt bei den Anwohnern Freudensprünge auszulösen, dass die marode Brache endlich neu belebt wird, erlebten die Vereinsmitglieder Ressentiments. "Einige haben kritisch gefragt, ob hier eine Disko entsteht. Seitdem hat aber nie wieder jemand etwas gesagt", betont Simone Jenke. Als der Kulturbetrieb am 15. November 2003 mit einem Konzert von Thomas Stelzer losging, waren sowohl direkte Anwohner als auch viele andere Weixdorfer begeistert.

Heute ist der Dixiebahnhof im Dresdner Norden eine etablierte Institution, die aus dem kulturellen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken ist. Obwohl es nur ein kleiner Verein ist, in dem alles ehrenamtlich organisiert ist, hat er sich mit seinen Konzerten, Lesungen und Vorträgen in den vergangenen zehn Jahren einen Namen gemacht. Besonders bliebt beim Publikum waren dabei Bands wie das Musikkabarett MTS oder die Blue Wonder Jazzband. In dieser Woche kommt am Freitag, exakt eine Dekade nach der Vereinsgründung, der international bekannte Bluespianist und Sänger Steve "Big Man" Clayton vorbei und spielt neben eigenen Kompositionen alte Hits von Fats Domino, Ray Charles oder Jerry Lee Lewis.

"Die Musiker fühlen sich immer sehr wohl bei uns. Sie schätzen die familiäre Atmosphäre und die Nähe zum Publikum", freut sich Jenke. Pro Jahr kommt der Verein im Schnitt auf 60 Veranstaltungen. "Für uns ist wichtig, dass die Gäste uns weiterhin die Treue halten", wünscht sich Gründungsmitglied Simone Jenke.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.11.2013

Stephan Hönigschmid

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