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Die kommende Spielzeit des TJG bietet 21 Neuinszenierungen

Die kommende Spielzeit des TJG bietet 21 Neuinszenierungen

Es wird gebaut am Theater Junge Generation, wenn auch nur am bisherigen Standort auf der Meißner Landstraße. Den Spielplatz, jenes skurrile Traumschiff, hatte der TÜV moniert.

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Felicitas Loewe.

Ihn umzubauen lohnt noch, nachdem der Förderverein sich eingesetzt hatte. Doch Intendantin Felicitas Loewe äußerte gestern die Zuversicht, wie geplant 2016 ins umgebaute Kraftwerk Mitte einziehen zu können. Nur dank dieser Option erhält das Dresdner Kinder- und Jugendtheater weiterhin Ausnahmegenehmigungen für den technischen Betrieb.

Seine künstlerischen und pädagogischen Aufgaben betreffend aber streckt das TJG seine Fühler längst weit hinaus über das Terrain seines Domizils im ehemaligen Gasthof aus. Mehrere teils internationale Kooperationen werden die kommende Spielzeit prägen. Gleich zum Auftakt am 29. September gibt es für die jüngsten Besucher ab zwei Jahren "- und über uns leuchten die Sterne", eine Gemeinschaftsproduktion mit dem russischen Jugendtheater Saratow in der Regie von Ania Michaelis. "Ziffer, Zelle, Zebrafisch" ist ein "Wissenschaftstheater" überschrieben, an dem auch das Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik mitwirkt. Der Zoo ist in bewährter Weise an der Sommer-Inszenierung "Pünktchen trifft Anton" nach Erich Kästner beteiligt. Das Puppentheater bringt gemeinsam mit dem Schauspiel Frankfurt ein Faust-Projekt nach Christopher Marlowe. Und die Theaterakademie findet Partner in Böhmen, Portugal oder Norwegen. In die Aufzählung passt, dass die bewährte Inszenierung "Nussknacker und Mausekönig" im Herbst das Gavroche-Festival in Moskau eröffnen wird.

Die neue Spielzeit wird vor allem Bildung und Lernen und die Freude daran thematisieren. So geht es in "35 Kilo Hoffnung" um einen vermeintlichen Schulversager, der dennoch das Leben meistert. Rechte Gewalt und Opfer-Täter-Beziehungen thematisiert die Uraufführung "Cherryman jagt Mister White". Zusammen mit der Theaterakademie kommt das TJG auf 21 Neuinszenierungen, sechs davon im Puppentheater. Das feiert in der kommenden Spielzeit sein 60-jähriges Jubiläum. Seit 1997 ist das ehemals im "Goldenen Lamm" Trachau platzierte Theater ins TJG integriert und spielt im Rundkino Prager Straße. Gefeiert wird am 6.Oktober mit der erwähnten Faust-Inszenierung. Die spektakulärsten Aufführungen dürfte aber "Der Schatz im Silbersee" nach Karl May erleben, darunter solche zu den Karl-May-Festtagen 2013 in Radebeul.

Aufhorchen lässt ein vierwöchiges Theaterakademie-Projekt der neunten Klassen unter dem Thema "Lücken füllen". Leerstehende Häuser, Hallen oder Kneipen in Dresden erzählen ihre Geschichten. Beim kleinen Festival "Kunst und Kultur von Anfang an" für die Kleinsten, veranstaltet vom Kulturamt, wird das TJG vom 10. bis 14.Oktober selbstverständlich dabei sein.

Insgesamt zeigte sich Felicitas Loewe zufrieden mit der Besucherresonanz. Sie dürfte mit etwa 88000 Besuchern in der laufenden Spielzeit etwas besser ausfallen als im Vorjahr. Zu "mehr als hundert Prozent" ausgelastet sind stets die Vormittagsvorstellungen im Abonnement. Allein das "Funkeldunkel-Lichtgedicht" für die Jüngsten sahen 10 000 Besucher, also etwa jedes dritte Dresdner Kind in diesem Alter. Zu schaffen macht dem TJG offenbar die Konkurrenz anderer Angebote am Wochenende. Da sei das TJG "noch nicht genügend angekommen", sagte die Intendantin. Angekommen im Ensemble aber sind vier Schauspiel-Absolventen, der jüngste von ihnen Baujahr 1990! Sie verstärken die insgesamt 125-köpfige Belegschaft des Hauses, hinsichtlich deren Weiterbeschäftigung die Intendantin einmal keine Probleme berichtet. Michael Bartsch

tjg. schauspiel:

29.9.: "...und über uns leuchten die Sterne" (UA), Regie: Ania Michaelis

20.10.: Astrid Lindgren "Karlsson vom Dach", Regie: Tanja Richter

24.11.: Marko Leino "Wunder einer Winternacht" (UA), Regie: Bettina Rehm

15.12.: "Richtig falsch" / Arbeitstitel (UA), Regie: Theo Fransz

23.2.2013: James Krüss "Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen", Regie: Dominik Günther

23.3.2013: Jakob Arjouni "Cherryman jagt Mr. White" (UA), Regie: Ania Michaelis

tjg. puppentheater:

6.10.: "Die tragische Historie von Doktor Faustus", Regie: Moritz Sostmann

16.11.: Branko Copic "Igels Häuschen" (UA), Regie: Nils Zapfe

1.12.: "Frau Holle", Regie: Christoph Werner

2.3.2012: "Der Schatz im Silbersee", Regie: Astrid Griesbach

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.04.2012

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