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Die erst 17-Jährige Geigerin Elina Rubio ist Solistin im Konzert der Musikhochschule Dresden

Die erst 17-Jährige Geigerin Elina Rubio ist Solistin im Konzert der Musikhochschule Dresden

Drücke auf "Play": Was zuerst überrascht, ist der reife Ton der Violine. Sauberer Strich, viel Strahlkraft darin, Mut zu einem Hauch von Pianissimo. Was so elegisch wie überzeugend daherkommt, ist ein Stück aus Pancho Vladiguerovs "Bulgarischer Suite" op.

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Die Geigerin Elina Rubio

Quelle: Lars Neumann

21, serviert auf der Debüt-CD von Elina Rubio. "Virtuose Werke für Violine" haben die erst 17-jährige Geigerin und ihr Begleiter Graham Jackson am Klavier versprochen. Meist klingt so etwas nach Teufelsgeiger und kommt heute kaum mehr ohne artistischen Firlefanz daher.

Weder in der Stückauswahl noch im Vortrag geht es Elina Rubio jedoch um Äußerlichkeiten, sie brilliert ganz im Gegenteil mit dem inneren Potential ihrer feinen Selektion der Virtuositäten. Egal, ob sie sich Niccolò Paganini im Arrangement von Fritz Kreisler annähert und Saiten- wie Lagenwechsel mit Bravour absolviert, Pizzicati allerdings als hörbar halsbrecherisch anklingen lässt, oder ob sie sich solistisch der "Letzten Rose" und der dramatischen "Erlkönig"-Adaption von Heinrich Wilhelm Ernst widmet - alles kein Problem für diese Geigerin.

Sie wagt sich kompetent an das Schaffen von Paganini, Ernst oder Pablo de Sarasate. Enorm anspruchsvolle Kompositionen dieser legendären "Teufelsgeiger" werden von der 1996 im spanischen Elche geborenen Elina Rubio Pentcheva, die zunächst von ihrer Mutter Tania Pentcheva Boneva und später von Roberto Valdés ausgebildet worden ist, mit einer erstaunlichen Reife vorgetragen. Da geht es, wie sie auch in Nikolai Rimski-Korsakows Fantasie vom "Goldenen Hahn" beweist, nie vordergründig um die technische Raffinesse, sondern stets um eine kluge und sensible Gestaltung der Werke.

Das Rüstzeug für eine solch wissende Interpretation hat sich Elina Rubio beizeiten erworben. Schon als Zweijährige näherte sie sich der Violine, mit nur neun Jahren gewann sie erste Violinwettbewerbe in Spanien und Bulgarien, 2010 auch den Szymon-Goldberg-Award Meißen. Damals kam die Ausnahmemusikerin als jüngste Studentin Sachsens an die Musikhochschule Carl Maria von Weber Dresden, wo sie von Igor Malinovsky unterrichtet wird. Inzwischen erhielt sie Stipendien für ein zweijähriges Aufbaustudium sowie für diese exquisite CD.

Darauf sind mit Fritz Kreisler und Eugène Ysaÿe weitere komponierende Koryphäen des Violinspiels vertreten, auf deren Spuren Elina Rubio souverän agiert. Gerade auch in diesen Solowerken überzeugt sie mit Sicherheit und kann es sich leisten, dank beherrschter Spieltechnik eine emotionale Hingabe an den Tag zu legen, dass es eine einzige Freude ist, ihr zuzuhören. Am Ende dieser raffiniert gestalteten Programmauswahl dürfte es kein Wunder sein, wenn rasch die Taste "Repeat" gedrückt wird. Zumal Rubio und Jackson im wahrhaft krönenden Abschluss dieser CD Sarasates Konzertfantasie zu Bizets "Carmen" als einen packenden Feuertanz gestalten.

CD "Virtuoso Violin Works" GEN 13539 www.genuin.de, www.elinarubio.com

Elina Rubio ist als Solistin auch im Neujahrskonzert des Sinfonieorchesters der Dresdner Hochschule für Musik morgen, 19.30 Uhr, im Konzertsaal Wettiner Platz zu hören. Da das Konzert restlos ausverkauft ist, gibt es nun auch eine öffentliche Generalprobe morgen, 9.30 Uhr. Das Orchester wird von Alexander Chernushenko dirigiert, es erklingen Werke von Beethoven, Tschaikowski und Sibelius.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.01.2014

Michael Ernst

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